Content meets Webdesign – Webworker Ralph Segert

Webworker Ralph Segert betreibt seit über 10 Jahren Webprojekte. Das schlicht-elegante Webdesign und der hochwertige Content ziehen seit jeher viele Besucher an. Als Freiberufler konzipiert und setzt Ralph Segert Webdesign professioneller Projekte um. Er wird dabei von seiner, auf Icondesign spezialisierten, Frau Verena Segert unterstützt. Ich wollte mehr über denjenigen wissen der es ein knappes Jahrzehnt schafft das ich regelmässig an seine Webprojekte denke, seine Websites suche und besuche. Ralph Segert war so freundlich mir einige Fragen zu beantworten. Herausgekommen ist dabei ein Interview das meine Erwartungen an Inhalt und Tiefe übertroffen hat.

Webworker Ralph SegertScreenshot von http://ralph-segert.de/index.html

Ralph, Du hast nach Mit Firefox per Du den Erfolg mit Mit WordPress per Du und Mit Weblogs per Du nicht wiederholen können. Stimmst Du dem zu, oder wie siehst Du das?
Diesen Erfolg wollte ich so nicht wiederholen, da mir bewusst war, dass die Anleitung für Firefox auch ein Glücksfall war. Ich war einfach zur rechten Zeit da, das macht im Web viel aus. Zudem hat Firefox seit der Version 1 auch immer “große Presse” gehabt, davon hat meine Anleitung profitiert. Wann ist man schon mal auf Spiegel online verlinkt. ;-)

Mit der Resonanz auf “Mit Weblogs per Du” war ich zufrieden, wenn ich auch erwartet hatte, dass der eine oder andere Newsdienst berichten würde, was nicht geschah. Es haben aber viele Blogger an der Umfrage – Wie wichtig sind Weblogs? – teilgenommen und das Projekt wurde in der Blogosphäre gut aufgenommen. “Mit WordPress per Du” bin ich leider im Verzug, ich will immer bis zum nächsten Release abwarten und wenn ich dann einen Anfang wagen will, steht das nächste schon an. ;-)

Ich sehe noch keinen Hype…

Der ein oder andere Leser wird noch Dein Krit-Magazin kennen. Wieso hast Du damals das doch recht erfolgreiche Projekt beendet?
Krit hatte ja einige Gesichter: Das Interview-Magazin mit den wohl ersten Email-Interviews im deutschsprachigen Web (ab Sommer 1996), Interviews zwischen 1996 und 2002. Dann war da noch das Krit des 11. September, mit einer 10-Fragen-Umfrage an Blogger und Netizens. Ein recht stark frequentiertes politisches Blog war Krit auch einmal, Ende 2000 bis Ende 2001, wenn ich mich recht erinnere. Das zeigt, dass ich gerne etwas Neues ausprobiere und Altes auch einfach liegen lassen kann. In meinen Freizeitprojekten möchte ich mich zu nichts verpflichtet fühlen und ein hoher Grad von Aufmerksamkeit ist für mich nur bedingt ein Erfolgskriterium.

Es wurde und wird viel über HTML 5 geschrieben. Kannst du den “Hype” nachvollziehen und wie siehst Du die Entwicklung vom W3C?
Ich sehe noch keinen Hype, tanze wohl nicht auf den hypigen Hochzeiten ;-) Ansonsten begrüße ich HTML 5, je schneller es kommt, umso besser. Danach gilt es noch 2 bis 3 Jahre zu warten, bis _alle_ wichtigen Browser die neuen Segnungen verstehen und dann können sich auch die Entwickler und Coder richtig freuen oder auch nicht. ;-)

Bei den Projekten die mir spontan einfallen hast Du immer auf Werbung verzichtet. Hast Du bewusst auf Werbung verzichtet und voll auf die entstehende Reputation für Deine Firma gesetzt?
Weder noch. Ich habe zu einer Zeit im Web angefangen, als man sich schlicht über Werbung in eigenen Projekten keine Gedanken machte. Die Freude, frei publizieren zu können, der Anspruch, das Netz zu bereichern, zu geben und zu nehmen, war Grund genug für das Investieren von Zeit und Engagement. Das machte dann auch die Glaubwürdigkeit vieler Netizens und Webworker aus.

Heute ist dieses Gefühl wohl kaum mehr zu erfahren, das aufkam, wenn endlich das Modem die typischen Töne ausspuckte und kurz danach die erste Email von einem freundlichen aber unbekannten Netizens kam, der einen innerhalb von einem halben Tag die Anfängerfragen beantwortete. In meinem Fall waren es Peter Glaser, der in seinem Buch “24 Stunden im 21. Jahrhundert” eine Email-Adresse stehen hatte und Stefan Münz, den ich innerhalb von Compuserve kennenlernte. Sowas prägt.

Diese Empörung könnte auch als Neidreflex interpretiert werden.

Bedeutet es also, wenn man den Argumentationsfaden weiterspinnt, das Werbung auf der Homepage automatisch die Seriösität und Glaubwürdigkeit gefährdet, oder sogar verhindert?
Nein, das nicht. Seriösität und Glaubwürdigkeit scheinen nur gefährdet, wenn man seine ersten 3 Blogbeiträge mit Google-Anzeigen drappiert und links und rechts “Platz für Ihre Werbung” anbietet. Ansonsten sind gute Webprojekte und Werbung für mich kein Widerspruch. Ich folge nicht der scheinbar hierzulande weit verbreiteten Entrüstung, wenn Werbung, Engagement und Geldverdienen nützlich vereint sind. Diese Empörung könnte auch als Neidreflex interpretiert werden. ;-)

Viele sprechen von Krise. Bei Dir und Deiner Frau scheint sie nicht anzukommen. Täuscht das?
Das täuscht insofern, dass wir auch kleine Krisen haben, aber nicht gerade dann, wenn die Krise postuliert wird. Wir hatten in den letzten 14 Jahren auch schlechte Jahre. Akquise betreiben wir nicht, sondern vertrauen auf das Weitersagen, auf zufriedene Kunden, auf Zufallsanfragen über Google oder über Aufmerksamkeit, die wir durch unsere freie Webarbeit auf uns lenken. Klar, dass es so auch Engpässe gibt. Ausgleichen konnten wir sinkende Nachfrage dann auch einige Male durch Hinzulernen und Erweiterung unserer Leistungen. So hat Verena mit ihrem Icondesign seit gut 5 Jahren doch ein paar wichtige Kunden gewinnen, überzeugen und halten können, während ich seit Anfang 2009 verstärkt auf das CMS ExpressionEngine setze – ExpressionEngine: Argumente für Entscheider – und somit meinen Webworker-Horizont beträchlich erweiterte, denn somit können wir komplexe und hochdynamische Websites umsetzen.

Euer Webdesign war immer schlicht, aber nie langweilg. Der Stil Eurer Projekte war durchaus unterschiedlich aber trotzdem war die segertsche Handschrift zu erkennen. War das gerade bei Deinen privaten Projekten gewollt oder mehr Zufall? Die Schlichtheit war es immer die mich seit jetzt wohl 10 Jahren immer wieder auf Eure Seiten gezogen hat.
Das “Weniger ist mehr” entsprang einem mehr oder weniger mühsamen Entwicklungsprozess beim Bauen von Websites. Zuvor habe ich mein autodidaktisches Lehrgeld mit der Gestaltung von Geschäftsausstattungen und dem kompletten Satz eines wissenschaftlichen Buches von mehr als 400 Seiten in Word 2.0 bezahlt. Letzteres mit zahlreichen Fussnoten, Formeln, Tabellen, Grafiken und einem Auto-Index (echtes Abenteuer!). Ich hatte ständig Angst vor Abstürzen und kämpfte bis zuletzt um die richtigen typografischen Abstände, um ein optimales Verhältnis aus Lesbarkeit und Verringerung der Seitenzahl zu finden. Das war mein Gesellenstück, bei dem ich mich in Hartnäckigkeit beim Layouten übte. Das Buch sieht heute noch gut aus, habe ich grad gesehen. ;-)

Mittlerweile gibt es ja viele die halbwegs HTML, CSS und Javascript können. Viele scheitern dann aber bei der grafischen Ausgestaltung der Netzprojekte. Andersrum sieht man viele talentierte Designer die gruselige Seiten in das Internet stellen. Sollten beide Fraktionen es ganz lassen? Was würdest Du ihnen empfehlen?
Ich weiss nicht, ob diese Fraktionen überhaupt noch in einem relevanten Ausmass exitieren oder je existierten. Sicher sehen wir viele Sites, die den Webstandards verpflichtet sind, aber eher langweilig und mit wenig Sinn für Layout daherkommen. Das ist Ok, denn letztendlich zählt der Content. Solche Sites sind mir lieber als grafisch und animationstechnisch aufwendig gestaltete Websites, die wenig Content bieten und manchmal nicht einmal das Verlinken einer Unterseite erlauben. Es gibt tolle Support-Sites im Netz, die auf Flash basieren, und jedes Mal sind Animationen anzuschauen, wenn man an die Info möchte. Es gibt fast nichts nervtötenderes als Information, die hinter technischem Schnickschnack versteckt ist.

Andererseits gibt es viele Websites, die astrein gecodet sind und dabei noch super aussehen, die ganzen CSS-Archive zeigen das recht anschaulich. Aufgefallen ist mir aber, dass manchmal viel Wert darauf gelegt wird, eine aufwendige grafische Metapher als Hingucker auf der Startseite zu platzieren, das Layout dann aber auf den Unterseiten an Qualität verliert.

Magst Du verraten mit welcher Software Du Deine aktuellen
Projekte entwickelst?

Top-Style 4 für das Coding, Photoshop CS3 für die Grafik, Camtasia Studio 6 für Videoschulung, Vallen JPegger für die Bilderverwaltung, Snagit, FileZilla, Xampp, IE-Tester.

Marketing oftmals als dreiste Penetranz und Verspammung von
Web 2.0-Plattformen begriffen

Ich hab den Eindruck das Du immer für Deine Leser schreibst und entwickelst. Du optimierst nie explizit für Suchmaschinen. Sauberer, valider Quellcode und Barrierefreiheit war in allen Deinen Projekten oberste Direktive. Stimmst Du dem zu und magst Du dazu noch ein wenig erzählen?
Für Suchmaschinen habe ich nie ausdrücklich optimiert, das sehe ich auch so. :-) Die beste Suchmaschinenoptimierung sind für mich nützliche, unterhaltsame, authentische, individuelle Texte und passende Links und Bilder dazu. Stimmt dann noch das Markup (die Sites sollten in einem Textbrowser navigier- und lesbar sein) und das richtige Verhältnis aus Keywords in den Metatags und den lesbaren Texten, ist das Wichtigste für den Suchmaschinengott getan. Ich optimiere zudem lieber für Menschen als für Maschinen, bin aber der Barrierefreiheit nicht in der Weise verpflichtet, dass ich alle Techniken wie z.B. Gebärdensprachenvideos einsetze. Ich denke, gewisse Felder soll man den Spezialisten überlassen.

Sicher hat die Bedeutung der Suchmaschinenoptimierung seit Google immens zugenommen, auch da gönne ich den Spezialisten Brot und Arbeit, denn der rasanten Spezialisierung mit eigenem Vokabular und den seriösen Möglichkeiten der Off-Page-Optimierung wird man nur folgen können, wenn man am Ball bleibt. Nur leider wird dabei Marketing oftmals als dreiste Penetranz und Verspammung von Web 2.0-Plattformen begriffen, um schnell und billig Aufmerksamkeit zu “generieren”, so mein Eindruck.

Bitte erzähl meinen Lesern etwas über Deine Firma, wie segert.net gbr entstanden ist, wie sie sich bis heute entwickelt hat und wo Ihr mit der Firma in Zukunft hin möchtet.
Unsere GbR segert.net ist ohne ein explizites Ziel entstanden, ohne Business-Plan und ohne Fördergelder. Als ich Ende 1996 meinen ersten Kunden gewann – einen Bauingenieur aus dem Bayerischen Wald, der von meinen damaligen Websites begeistert war und sowas auch haben wollte – da kam eines zum anderen. Damals war es noch nicht so schwer, mit aufgeräumtem Weblayout und schnell ladender Website Aufmerksamkeit zu erregen. So gewann ich rechtzeitig weitere Kunden, die den “eleganten Minimalismus” meiner Weblayouts schätzten.

Ehrlich gesagt, kann ich diese ersten 4 Jahre meines Webdaseins nicht auf die Schnelle in eine zeitliche Reihenfolge bringen, da zuviel passierte. Ich wurde z.B. als Webgrafik-Spezialisten (wohl wegen meines Tutorials namens “Grafiktutor”) anerkannt und moderierte zum Thema Webgrafik um 1999 eine Mailingliste bei Akademie.de. Zudem arbeitete ich seit Anfang 1996 als “pädagogische Hilfskraft” in einem Bildungswerk und wurde darüber Teammitglied in einem EU-Projekt namens “Telematik für Behinderte”. Ich erstellte Lernmaterialien und dozierte auf Direktseminaren über Webdesign. Der Projektleiter ging später zu UUNET in Dortmund und verhalf mir zu Jobs wie Inhouse-Schulungen und Webdesign für das Intranet in seiner Abteilung für Projektmanagement.

…während andere noch danach fragten, welchen Sinn HTML für einen Webdesigner habe…

1998 engagierte mich zudem ein Freelancer, der als Projektleiter für die Webpräzenz der König-Brauerei verantwortlich war. Er war begeistert von meinem Webesign und beauftragte mich für das Redesign, natürlich alles auf dem letzten Drücker und mit vielen Nachtschichten. – Das soll nun reichen, um deutlich zu machen, dass es einfach eine abenteuerliche Zeit war, in der ich nicht wusste, wohin die Reise führt und ob ich als Freiberufler bestehen würde.

2000 heiratete ich Verena, die zuvor ein Praktikum bei mir machte. Ich hatte zeitweise ein Büro in Witten, während ich sie in einem Bildungswerk kennenlernte. Ich brachte dort den angehenden Mediengestaltern Webdesign näher und sie fragte mich nach einer Woche, ob sie ein Praktikum bei mich machen könne. Da sie ihr Talent ohne Umschweife in eine schöne Website umsetzte (ihre erste Website: Screenario ), während andere noch danach fragten, welchen Sinn HTML für einen Webdesigner habe, konnte ich mir das gut vorstellen. Ich hatte aber noch gar keinen zweiten Arbeitsplatz im Büro, so musste ich sie zuerst vertrösten (war eine Kostenfrage). Aber es klappte dann doch und ein paar Monate später war sie Mitglied im Segert-Team. Verena spezialisierte sich ab 2003 auf meine Anregung hin auf Icondesign – und das war goldrichtiges Timing.

Zukünftig möchten wir unsere Referenzen im Bereich Icondesign ausbauen und da sieht es weiterhin gut aus, da wir regelmäßig neue und begeisterte Kunden gewinnen. Zudem vertiefe ich meine Kenntnisse in ExpressionEngine, so dass ich in der Lage bin, auch komplexe Websites mit einem CMS realisieren zu können, das extrem flexibel ist.

Neben Webdesign betätigst Du Dich auch noch als DJ. Ist das mehr ein Hobby wie das Fotografieren oder durchaus auch als Einnahmequelle eingeplant?
Seit 1995 dient der DJ-Job auch als Einnahmequelle. In meiner Studienzeit waren diese Einnahmen weitaus wichtiger als heute. 2005 hatte ich den Job fast aufgegeben, investiere aber seit 2 Jahren wieder viel Zeit und Geld, da ich in den verschiedensten Genres von Balkanbeats bis House und Weltmusik sehr viele gute und tanzbare Mucke entdecke, die ich gerne mit tanzbegeisteten Menschen teile.

Aufträge bekomme ich von befreundeten DJs. Auch über mein DJ-Blog rare und das Webradio auf laut.fm gewinne ich Kunden. Seit Sommer bin ich autark in dem Sinne, dass ich für eine Party mit bis zu 200 Leuten alles ausser Licht mitbringen kann.

Was sind für Ralph Segert gute Fotografien und was machen gute Fotografien aus?
Ich hatte noch nie einen fachlichen Blick auf Fotografien. Begeisterung für Fotos hängen von meiner Stimmung und den aktuellen Interessen ab. Ich bevorzuge dabei S/W-Aufnahmen und sozial engagierte Fotografie sowie Aufnahmen von Menschen im Alltag und Portraits.

Netzwerke sind sehr flüchtig, man glaubt es kaum

Nochmal in die Vergangenheit. Früher hatte ich Ralph Segert mehr in einem Netzwerk von Webprojekten erlebt. Die Webprojekte haben sich die Besucher gegenseitig zugeschoben. Heutzutage scheint es mir das Dein Netzwerk mehr aus eigenen Webseiten besteht als früher. Würdest Du den Eindruck bestätigen? Hast Du Dich vielleicht bewusst etwas abgekapselt um das eigene Netzwerk zu stärken?
Netzwerke sind sehr flüchtig, man glaubt es kaum. ;-) Heute sehen die Netzwerke anders aus als 1996 oder 1999. Ich würde nicht sagen, dass ich heute weniger Netzwerk hätte, es ist nur anders, weniger über Webprojekte definiert, mehr über Kontakte aus verschiedensten (Arbeits-)Zusammenhängen.

Ich sehe meine engagierte Webarbeit wie Bloggen, Tutorials, politische Engagement nicht als Stärkung eines persönlichen Netzwerkes. Das wäre überhaupt keine Motiviation für mich. Ich bin begeisterungsfähig und die Begeisterung geht manchmal mit mir durch. Wenn der Tag 48 Stunden hätte, hätte ich sicher schon ein riesiges Tutorial-Netzwerk und ich könnte ahnungslosen Kunden, Email-Saugern, Freunden und Bekannten jede Menge Links zum Lernen und Verstehen schicken, anstatt immer wieder viele Worte machen zu müssen. ;-)

Dass meine Websites mir als Mensch und Freiberufler Vorteile bringen, ist natürlich ein schöner Nebeneffekt, aber das Kalkül Kohle bestimmt nur in seltenen Fällen meine freiwillige Webarbeit. Lust und Laune, Begeisterung und Spontanität, Aufmerksamkeits- und Mitteilungsbedürfnis sind die treibenden Kräfte.

Worüber würdest Du gerne noch etwas sagen, wonach ich aber nicht gefragt habe?
Ja, da wäre noch was: Ich verweile sparsam im Web 2.0 und habe somit Zeit zum Lesen gewonnen (einige Dreistigkeiten wie der versuchte Verkauf eines Twitter-Accounts habe ich nur durch eine sarkastische Glosse in einer Tageszeitung mitbekommen). Und da ich Wissen und alles, was mich begeistert, gerne teile, möchte ich an dieser Stelle einfach ein paar Texte vorstellen, die mich in diesem Jahr in Ihrem Bann gezogen haben :-)

Alles über die Steuerfahnder-Affäre in Hessen in einem FR-Dossier. In Hessen bemüht man sich um italienische Verhältnisse und erklärt erfolgreiche Steuerfahnder für unheilbar psychisch krank, um sie mit unter 40 Jahren in die Zwangspension zu schicken. Unglaublich. Die vielen Details einfach mal nachlesen und staunen – übrigens auch ein gutes Beispiel für hervorragende journalistische Aufklärung, auch wenn einige Fragen offen bleiben:

Mein Buch des Jahres 2009 kommt vom Thriller-Autor Robert Littel: “Das Stalin-Epigramm”. Das Schicksal des Dichters Ossip Mandelstam aus der Sicht ganz unterschiedlicher Personen, ein bewegendes Meisterwerk, siehe auch das

Mein Klassiker des Jahres 2009 habe ich von Verena zum Geburtstag geschenkt bekommen: “Nachtzug nach Lissabon” von Pascal Mercier (Partnerlink nach Amazon) In keinem Buch werden so unterhaltsam so viele lebensphilosophischen Fragen ohne Antworten gestellt. ;-) Genossen habe ich auch das populärwissenschaftliche Buch “Das Weltgeheimnis” von Thomas de Padova (Partnerlink nach Amazon), der einen Briefwechsel zwischen Galileo und Kepler (zwei Genies, die unterschiedlicher nicht sein können) zum Anlass nahm, um uns in diese spannende und wechselhafte Zeit zu entführen.

Herzlichen Dank an Ralph Segert von segert.net für die sehr ausführlichen Antworten auf meine Fragen.

Tillmann Scheele führte durch das Maclites Magazin Interview. Schau regelmäßig nach neuen Interviewgästen von Maclites und verfolge das Maclites Magazin über:

2 Responses to “Content meets Webdesign – Webworker Ralph Segert”


  • Danke für die interessanten Fragen und vor allem für Deine Geduld, ich war nicht der Schnellste was das Antworten anging. ;-)

  • Du hattest mich vorgewarnt das Du Dir Zeit für die Antworten nehmen würdest. So fiel es mir leicht zu warten. Auch weil parallel die Interviews mit Phipz und Markus Beckedahl Gestalt annahmen.

    Bei Deinen Antworten war es auch leicht sich neue Fragen auszudenken. Nun muss das Interview nur noch gefunden und gelesen werden. Obwohl ich schon jetzt zufrieden bin. Viele Leser wären jetzt noch der Zuckerguss auf dem Sahnehäubchen.

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