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„Ich halte nichts davon, mir meine Moralvorstellung und Meinungsbildung von einem Unternehmen diktieren zu lassen.“ – Bettina Eisenschmidt

In den letzten Monaten tauchten immer wieder Link-Tipps in meiner Twitter-Timeline auf, die auf den Blog von Sören Eisenschmidt zeigten. Neugierig wie ich bin, habe ich regelmässig auf die Links geklickt. So surfte man immer häufiger auf eisy.eu, auch ohne Einladung von Blogger-Kollegen.

Irgendwann kam die Idee auf, Herrn Eisy für das Maclites Magazin zu interviewen. Etwa zur gleichen Zeit startete Bettina ihre Artikelserie “Frau Eisy bloggt zu Gast”. Durch die Artikel und spannende Abstecher auf das Blog unqualifiziert.net, wurde Interesse an Frau Eisy geweckt. Die Interviewanfrage an Sören war schnell umgeschrieben und an Frau und Herrn Eisy adressiert.

Langer Rede, kurzer Sinn – beide Eisys haben zugesagt. So hatte ich Gelegenheit Frau Eisy zu Online-Texten, SEO-Texten, das Schreiben im Allgemeinen und Apple mit Fragen zu löchern. Welche Fragen Bettina Eisenschmidt beantworten mochte, erfährst Du im Interview.

In der SEO- und Affiliate-Szene ist Frau Eisy ein Begriff. Magst du dem etwas hinzufügen und dem Rest des Internets kurz erklären, wer Frau Eisy ist und was sie im Internet tut?
Ich bin eben etwas amüsiert, weil ich nicht unbedingt sehe, dass ich ein Begriff in der SEO- und Affiliate-Szene bin. Gerne lasse ich mich jedoch eines Besseren belehren. Sicher sind mir einige Fakten und Erkenntnisse aus SEO und Affiliate bekannt. Wie sollte es auch anders sein, wenn man mit Herrn Eisy verheiratet ist und praktisch 24 Stunden täglich, sieben Tage die Woche mit ihm verbringt? :D

Ich würde aber wahrscheinlich hier den Rahmen sprengen, um zu erklären, wer ich bin. Ich weiß es teilweise ja selbst nicht. Aber Spaß beiseite. Ich bin zwar als Frau Eisy dem einen oder anderen ein Begriff – vor allem auf Twitter – doch eigentlich bin ich immer noch primär Bettina Eisenschmidt, für Freunde auch Tina. Privat bin ich Mutter, Ehefrau und Hundebesitzerin. Unternehmerisch bin ich Texterin und Autorin aus leidenschaftlicher Überzeugung.

Das ist meine Tätigkeit im Netz. Ich texte und schreibe für Kunden, für mich, seltener für unser Unternehmen. Ich vernetze mich, belese mich, lerne dazu, lerne täglich noch mehr dazu – und texte und schreibe. Außerdem bin ich immer auf der Suche nach dem speziellen Ausdruck, um meine Texte und mich von der Masse abzuheben. Ich unterstütze Sören bei mancher Konzeption und beratschlage mich mit ihm. Also spüle ich indirekt meine weibliche Intuition und mein Wissen auf vielerlei Art in das Internet – oft von der Außenwelt unbemerkt.

Kann man sich gutes Texten antrainieren oder bedeutet talentbefreit bleibt talentbefreit?
Auf diese Frage muss ich differenziert antworten.

Wer absolut talentbefreit ist, wie du es nennst, wird als Texter im Netz und für Print erfolglos bleiben. Talent muss vorhanden sein! Allerdings: Es hilft niemandem, wenn jemand absolut mit Grammatik und Orthografie vertraut ist, aber einen Stil pflegt, der jeden Leser nach den ersten drei Zeilen verjagt. Andererseits sind zu viele Fehler in Texten ebenfalls für ein gewisses Klientel abschreckend, Wortpuristen werden an die Decke gehen, manche werden hässliche Kommentare hinterlassen.

Wer für Kunden textet oder professionell für sich zu texten versucht, sollte und darf sich beides nicht erlauben.

Kann gutes Texten antrainiert werden, war die Frage. Hm, ich sage, die meisten Menschen können sich durchaus verbessern und gute Texte zustande bringen. Es gibt Regeln, Erkenntnisse und Arbeitsweisen, die erlernbar sind und somit zu tollen Ergebnissen führen können. Doch ein guter Text ist nicht unbedingt ein exzellenter Text. Was einer Zielgruppe zusagt und den Geschmack trifft, wird an anderer Stelle gnadenlos ignoriert oder verrissen. Texten ist keine Zauberei, aber ein Handwerk. Außerdem ist es ein gewaltiger Unterschied, ob ich ein privates Weblog führe und dort drauflos tippe, oder einen Online-Firmenauftritt betexte.

Allgemein kommt es beim Texten auch immer auf die Art des Textes an. Eine Pressemittelung hat sachlich zu sein, ein privater Blogbeitrag verträgt auch Humor. Wer sich zum Schreiben regelrecht zwingen muss, lässt es besser bleiben. Den Zwang wird ein Leser oder Kunde spüren und das ist schlecht. Wer mit Freude schreibt, sollte ehrgeizig seine Leistungen verbessern.

Wieso sollte man zwischen allgemeinen Online-Text und SEO-Text unterscheiden und was macht den Unterschied aus?
Tja, man müsste zuerst wissen, was ein SEO-Text ist. Dahingehend gibt es viele Irrtümer. Angenehmerweise zieht aus den Köpfen vieler Webmaster die verfluchte Keyword-Dichte wieder aus. Neulich veröffentlichte ich auf eisy.eu bereits einen längeren Artikel zu SEO-Texten.

Der Unterschied ist wohl, dass SEO-Texte für Menschen UND Suchmaschinen nach gewissen (auch werberelevanten) Kriterien erstellt werden. Ein „allgemeiner Online-Text“ ist nur für Menschen geschrieben. Das bedeutet dennoch nicht, dass dieser Text von Suchmaschinen schlechter angenommen wird, als ein extra nach SEO-Maßstäben verfasster Text.

Und was ist eigentlich ein allgemeiner Online-Text? Hier muss unterschieden werden, ob ein Text lediglich für das eigene Gemüt online gestellt wurde, oder ob eine Response und damit Conversion erzielt werden will. Im kommerziellen Web ist ein allgemeiner Online-Text stets ein Werbetext. Wer im Netz eine Dienstleistung oder ein Produkt verkaufen will, betreibt mit seinen Online-Texten Direktmarketing.

Deine Frage müsste also lauten, warum zwischen allgemeinen, kommerziellen Online-Texten und SCHLECHTEN SEO-Texten unterschieden werden muss. Die Antwort benennt auch den Unterschied: Ein allgemeiner, kommerzieller Online-Text spricht Kunden an, wirbt, ist gut verständlich und bietet einen Mehrwert für Menschen; schlechte SEO-Texte dagegen bieten niemandem etwas, bald nicht mal mehr den verbesserten Suchalgorithmen. Sie gehören somit in die Tonne.

Ebenfalls sind professionelle Online-TexteInformationstexte, die kommerziell eingesetzt werden oder auch nur auf einem (privaten)Blog stehen, um Leser gut und richtig zu informieren oder zu beraten. Vielleicht dienen sie der Reputation, vielleicht auch nur, um sich anderen mitzuteilen. Ich will ja nicht den Anschein erwecken, dass es nur Werbetexte im Netz gebe. ;-)

Magst du besonders gelungene Beispiele für SEO-Texte und allgemeine Online-Texte hervorheben?
Nein, das wäre vermessen. Ich behaupte aber, dass ein SEO-Text als solcher nicht erkennbar ist und Keywords sowie Keywordphrasen unauffällig darin natürlich erscheinen.

Ein kommerzieller, allgemeiner Online-Text führt den Kunden, spricht die Zielgruppe mit der passenden Sprache an und bildet Vorteile des Produkts oder der Dienstleistung heraus, um zu einer positiven Response und zu einer angenehmen Conversion zu führen. Im besten Fall ist er gleichzeitig ein SEO-Text.

Beide Text-Formen sollten Struktur aufweisen, rasch einen Überblick verschaffen und unterhaltsam geschrieben sein.

Worauf sollte ein Blog-Einsteiger bei seinen Texten achten, wie können die schlimmsten Anfängerfehler vermieden oder zumindest minimiert werden?
Wieder hängt meine Antwort von der Art des Blogs ab. Ein privater Blog folgt anderen Regeln als ein kommerzieller. Das eine schließt allerdings das andere nicht aus! Auf jeden Fall gilt:

Bloggen ist etwas Persönliches. Entsprechend sollten auch die Texte persönlich wirken. In der Blogszene wird geduzt, das ist gut so.

Wenigstens ein bisschen sollte vor dem Schreiben überlegt werden, was man zu sagen hat. Headline und Zwischenüberschriften können beispielsweise zu Beginn angelegt werden, an denen man sich orientiert. Wem das nicht liegt, macht Notizen oder schreibt „einfach mal“, was er sagen will. Ein Rohtext entsteht.

Danach wird der Text überarbeitet: Überflüssiges streichen, vor allem Füllwörter kommen raus und alle Gedanken, die zum Thema nicht beitragen. Ergibt die Anordnung der niedergeschriebenen Gedanken Sinn? Falls nicht, müssen sie nachträglich geordnet werden.

Wer noch keine Headline und Zwischenüberschriften hat, fügt sie nun ein. Sie sollen interessant wirken, aber auch zur Thematik passen.

Wichtige Orientierungen für die Verständlichkeit: ein Gedanke – ein Satz; ein Aspekt – ein Absatz. Keine Schachtelsätze formulieren. In einem Satz genügt ein Komma meistens. Lange Sätze aufteilen. Aber auch lange (verständliche) Sätze für den Textrhythmus einfügen. Natürlich Rechtschreib- und Satzzeichenfehler ausmerzen.

Man denkt, der Text ist fertig. Und dennoch: Besser lässt man wenigstens fünfzehn Minuten verstreichen, liest den Beitrag nochmal mit Abstand und verbessert ihn gegebenenfalls erneut. Erst nun stellt man ihn online.

Du schreibst neben deinen Gast-Beiträgen auf eisy.eu “Frau Eisy zu Gast”, vor allem auf deinem eigenen Blog unqualifiziert.net. Welche Beiträge sollten sich neue Besucher unbedingt ansehen?
Mein Blog ist von privater Natur, daher sollte man nicht zu viel erwarten – aber auch nicht zu wenig. Sofern ich eine Antwort geben muss, empfehle ich Wenn der Flow Pause macht über Blockaden beim Schreiben, Klare Ansagen erleichtern das Zusammenleben über die Ich-Sprache und zuletzt noch Das Auto ist ein Auslaufmodell.

In Sachen gutes Texten schreibst du von Regeln, Erkenntnissen und Arbeitsweisen. Gibt es Quellen (Bücher, Netzprojekte usw.), um diese Hilfen kennenzulernen?
Die beste Quelle für gutes Schreiben ist das Lesen. Vor allem Sachbücher, Bücher aller Genres und Magazine. Dort ist lektorierte Schreibe geboten und ich versichere, es bleibt jede Menge davon im Gedächtnis hängen. Man kann sich ruhig von „den Großen“ etwas abschauen und – mit der eigenen Persönlichkeit verbunden – in eigenen Texten umsetzen.

Um mit den wichtigsten Regeln vertraut zu werden, die das Texten verbessern, sind einige Bücher von Stefan Gottschling empfehlenswert. Als Einsteiger-Büchlein empfehle ich auch Treffsicher texten: Briefe, Reden und andere Texte lebendig und stilvoll formulieren*
von Axel Schlote. Wer sich unsicher in der Rechtschreibung und Grammatik ist, legt sich Duden Band 1 (Rechtschreibung)*, Band 4 (Grammatik)* und Band 9 (Richtiges und gutes Deutsch)* zu. Diese Duden-Bände lege ich jedem Schreibenden ans Herz. Ich ziehe diese altmodische Methode den Online-Lösungen meist vor. Beides ergänzt sich sehr gut.

Im Netz finde ich neue-rechtschreibung.net von Dagmar Verena Jenner interessant.

Gibt es Situationen, in denen du dich zwingen musst mit dem Schreiben zu pausieren, weil irgendwie alles blockiert und wie löst du gewöhnlich solche Schreibblockaden?
Schreibblockaden kennt jeder, der viel schreibt. Wer für Kunden textet, kann sich nicht in seiner Blockade suhlen. Also treibt man sich zum Schreiben an, nicht zu den Pausen. ;-) Mir hilft bei einer Blockade, ein wenig Abstand zu suchen. Ich beschäftige mich mit anderen Dingen, und wenn es nur zehn Minuten sind. Andere Möglichkeiten stellte ich auf meinem Blog im oben erwähnten Beitrag „Wenn der Flow Pause macht“ vor.

Will sich mir ein Einstieg zu einem bestimmten Thema nicht zeigen, versuche ich die Sachlage aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Ein Beispiel zur Erklärung: Eine Mutter wird zuckersüße Kekse anders bewerten als ein Kind. Ein Arzt bringt neue Aspekte ein, ebenso ein Psychologe und ein Erziehungsexperte. Diese Methode verschafft mir viele Ideen, die zu einem guten Inhalt verhelfen.

Allerdings treffe ich wiederholt auf den Punkt, an dem ich mich tatsächlich bremsen muss. Das Schreiben fließt nur so aus mir heraus, bis die Buchstaben vor meinen Augen verschwimmen. Sicher nutze ich einen wunderbaren Flow aus, soweit es nur geht. Manchmal ärgere ich mich, wenn ich unterbrochen werde – oder bin dankbar dafür.

Mit neuer Inspiration und frischer Lust gehe ich jedoch ans Werk, wenn ich einen seltenen Urlaub genoss und fast völlig aufs Netz und aufs kommerzielle Schreiben für mehrere Tage verzichtete. Dann merke ich eindrucksvoll, wie wichtig Erholung ist.

Magst du etwas mehr über euer Unternehmen, Entstehungsgeschichte, Entwicklung, Meilensteine und was du sonst noch für wichtig hältst, erzählen?
Ein paar Sachen gebe ich gerne preis. :-)

Sören und ich gründeten unser Unternehmen 2007. Nicht nur die lebenslustigen Umstände verlangten danach, sondern es war der konkurrenzlose Plan. Wir wagten gemeinsam mit Kind, Hund und Zwerghamster den Umzug raus aus dem verträumten Bayern ins noch verträumtere Städtchen Merseburg. Wir wollten schlicht selbständig tätig sein, eine hässliche Angelegenheit wies uns allerdings überraschend einen anderen Weg als gedacht. Sörens SEO-Kenntnisse, sein Wissen und seine Kontakte sowie meine Schreibe zu kombinieren, erschien uns dennoch clever – zu Recht. Zuvor beschäftigte ich mich viele Jahre mit dem Schreiben und Texten, lernte in einem Fernstudium dazu und schrieb für ein News-Portal. Sören war praktisch von Kindesbeinen an unablässig im Netz unterwegs und saugte Wissen auf, experimentierte.

Wir starteten die Selbständigkeit pragmatisch zu zweit im Home Office. Das Texten spülte nach kurzer Zeit angenehm Geld in die Kasse, Sören baute neue Strukturen auf, die nach und nach unser Einkommen ausbauten. Die Einkommenskanäle erweiterten sich, es kam vor allem das Affiliate-Marketing hinzu. Unsere ersten Firmenräumlichkeiten befanden sich in einer ehemaligen Trabi-Zulassungsstelle. Das Angenehmste an dieser zugigen Erinnerung ist die nette Anekdote für die Unternehmenshistorie.

Mit dem Einzug in diese etwas lückenhaften Räume stellten wir die ersten Leute ein. Bis heute durften wir unangenehme und äußerst angenehme Erfahrungen mit direkt angestellten Mitarbeitern sammeln. Wichtige Erfahrungen, die dir niemand vor dem Schritt als „Chef für andere“ vermitteln kann, auch kein Workshop oder Seminar. Mehr will ich dazu nicht sagen.

Jedenfalls trieb es uns nach ungeahnten Einsichten und weniger als zwölf Monaten weiter. Wir suchten neue Räume für unsere Agentur und fanden diese im Merseburger Innovations- und Technologiezentrum, wo wir aktuell unseren Job leisten – sehr gut sogar, wie Kunden und ich meinen. In der Zwischenzeit erarbeiteten wir uns neue Kenntnisse, (meist) autodidaktische Weiterbildung und Neugier ist ein unternehmerisches Muss. Wir setzten uns mit Social Media und mit modernen Marketing-Kanälen auseinander, tun es natürlich weiterhin und nutzen aktuelle Tools und bauen unser Netzwerk stetig weiter aus. Wir leben praktisch im Netz. Gut, dass Sohnemann LittleEisy und unsere elfjährige Hündin Bonny uns in die Offline-Welt zwingen. ;-)

Gibt es Blogs, Netzprojekte und Podcasts die du gerne und häufig besuchst und empfehlen magst?
Mein Lieblingsblog ist fernab vom Business, aber ich besuche ihn seit 2007: www.wortvogel.de. Der Autor des Blogs heißt Torsten Dewi, der mich durch seine attraktive Schreibe sogar zum Lesen von den Beiträgen zwingt, die mich inhaltlich kaum interessieren.

Ansonsten bin ich eher der Twitter-Krankheit verfallen. Wenn ich etwas Zeit habe oder brauche, finde ich dort meistens interessante Links und lese hier und dort. Podcasts verschmähe ich, denn irgendwo muss ich aussortieren. Schließlich bin ich auch Mutter, die für unseren Sohnemann da sein möchte, der Hund will raus, und etwas Bewegung sowie der Blick auf den freien Horizont machen den Kopf frei.

Spielen juristische Überlegungen eine Rolle für dich beim Texten?
Gelegentlich spielen juristische Überlegungen eine Rolle. In diesen Fällen wird recherchiert und nach bestem Wissen und Gewissen getextet – wie sonst auch.

Handelt es sich bei solchen Themen um Textaufträge, werden Kunden darauf hingewiesen, dass ich keine Gewähr geben kann und sie selbst die Texte juristisch prüfen lassen müssen, wenn sie dies als wichtig erachten. Flexiblere Lösungen sind im Sinne des Kundenservices gegebenenfalls möglich.

Interpunktion ist nicht jedermanns Sache wie man gut im Netz beobachten kann. Gibt es eine Möglichkeit die gröbsten Kommafehler zu vermeiden?
So nüchtern es sich anhört, man muss es üben. Die größten Probleme bereitet erfahrungsgemäß die Kommasetzung. Ich empfehle, sich bei akademie.de hier “http://www.akademie.de/direkt?pid=22462&tid=13299″ durchzuarbeiten. Zum Nachschlagen bietet das kleine Büchlein von Duden Komma, Punkt und alle anderen Satzzeichen* für weniger als zehn Euro handlich alle wichtigen Regeln und viele Beispiele.

Hat man sich mit der Interpunktion öfter auseinandergesetzt, festigt sich das Wissen und fließt beim Texten ohne großes Nachdenken ein. Wer immer wieder bei derselben Problemstellung zur Zeichensetzung unsicher ist, sollte sich ein Cheat Sheet anfertigen, auf dem er seine Knackpunkte einträgt und das er immer schnell zur Hand hat. Ein kleiner Tipp: Wer lange Schachtelsätze vermeidet, braucht weniger Kommas setzen. Kurz und prägnant ist die Devise. ;-)

Persönlich sehe ich das Thema Interpunktion und Rechtschreibung nicht so verbissen, auch wenn mir Fehler natürlich ins Auge stechen und ich sie in meinen Texten vermeide. Viele Texte im Netz sind sehr interessant und manchmal auch humorvoll geschrieben, in diesem Augenblick sind mir Fehler bei der Zeichensetzung und Rechtschreibung weitgehend gleichgültig. Dennoch würde ich mich freuen, wenn insgesamt etwas mehr auf Orthografie und Interpunktion geachtet werden würde.

In welchen sozialen Netzwerken kann man dich finden?
Auf Twitter (http://twitter.com/TinaXS) und auf Facebook bin ich aktiv unterwegs, angemeldet bin ich bei meinVZ, ohne dort irgendetwas zu tun. Für Xing hatte ich bisher nicht die Muße, allerdings wird dieser Schritt noch folgen.

Sören hat seine Meinung zu Apple geäußert, magst auch du Apples Produkte und Firmenpolitik kommentieren?
Apple besitzt eine hervorragende Marketing-Maschinerie, das muss man den Jungs einfach lassen. Ihre Produkte sind sehr gut, aber nicht die besten. Ich sehe die Vorteile von Apple-Produkten in der weitgehenden Narrensicherheit.

Apps sind auf keinen Fall das Alleinstellungsmerkmal, allerdings die Zensur von (vermeintlicher) Erotik, von Satire und dergleichen, eben Zensur von den Angelegenheiten, die Apple nicht gefallen.

Ich halte nichts davon, mir meine Moralvorstellung und Meinungsbildung von einem Unternehmen diktieren zu lassen, weil ich ihre Produkte verwende. Wer sich dafür entscheidet, darf dies gerne tun. Für mich ist das nichts. Aber um den Apple-Jüngern (nicht den Apple-Usern!) noch einen Brocken hinzuwerfen: Ja, ich besitze einen iPod Touch. ;-)

Worüber hättest du gerne etwas erzählt, wonach ich nicht gefragt habe?
Bevor mir die ultimativ exorbitante Wichtigkeit eingefallen ist, die ich noch erwähnen möchte, bedanke ich mich für das Interview. Interessante Fragen, für die ich doch etwas mehr Zeit aufbrachte als anfangs gedacht. :-)

Zum Abschluss noch ein Zitat mit Wahrheitsgehalt. Es stammt von Philip Rosenthal. Er war ein interessanter, deutscher Politiker und Industrieller und lebte von 1916 bis 2001:

Wer zu spät an die Kosten denkt, ruiniert sein Unternehmen. Wer immer zu früh an die Kosten denkt, tötet die Kreativität.

Herzlichen Dank! Das war Bettina Eisenschmidt.

Tillmann Scheele führte durch das Maclites Magazin Interview.

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Aktualisiert am 18/11/2011

4 Kommentare

  1. Herzlichen Dank für den interessanten Beitrag. Ich verfolge den Eisy-Blog schon des längeren und habe Mr. Eisy vor kurzem auch in Facebook hinzugefügt.

    Von Frau Eisy habe ich zum ersten Mal in der Artikelserie “Frau Eisy bloggt zu Gast” Kenntnis genommen. Ich bin immer wieder erstaunt, wieviel Zeilen Text man sich aus den Fingern saugen kann und der Text bleibt letztendlich immernoch interessant und lädt zum Weiterlesen ein. Respekt!

    Und vom Little-Eisy liest man ja auch zwischendurch in Twitter ;)

    Eisy’s: Macht weiter so! Ich freue mich immer über eure neuen Beiträge!

  2. Hallo Tillmann,

    herzlichen Dank für das sehr interessant verlaufene Interview! Es hat Spaß gemacht. :-)

    Weiterhin viel Erfolg mit deinem Blog und deiner Site!

    Viele Grüße
    Bettina

  3. Oh man… wie kann man nur so viel schreiben? :D … Ich habe das Interview jetzt zum 2. Mal gelesen. Kannte es ja logischerweise bereits. ;)

    Insgesamt finde ich die Art der Fragestellungen sehr gut. Hier geht wenigstens eine Folgefrage auch auf vorherige Antworten ein. Es liest sich also nicht wie ein Interview wo jede Frage ein neues Thema bestimmt. :) Hat Tillmann angenehm umgesetzt und die Antworten brauche ich wohl nicht bewerten. ;)

  4. Lesenswertes Interview mit einem für mich hilfreichen Tipp bzw. Link. Tina hat ja eigentlich einen Traumjob, den ganzen Tag andere “zutexten” und dafür auch noch bezahlt werden. :D
    Weiterhin viel Erfolg mit eurem Unternehmen!

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