iPhone- / Mac-Hilfe



„Wer seine Ziele aber über alle Hürden hinweg verfolgt, der kann im Web auch Erfolge feiern und Geld verdienen.“ – Sören Eisenschmidt

Sören Eisenschmidt ist Betreiber von eisy.eu und anderen Internetprojekten. Zur Zeit ist Herr Eisy, wie Sören auch genannt wird, als Affiliate unterwegs. Besser gesagt er beschäftigt sich intensiv mit Affiliate-Marketing. Der ein oder andere meiner Besucher, die vorallem wegen meiner Maclastigkeit vorbeischauen werden sich fragen, was das mit Apple, Mac, iPhone und iPad zu tun hat. Prinzipiell nichts … ich bin die Verbindung zwischen Apple- und Affiliate-Kram.

Meine Interessen sind derart breit gestreut das ich mehr als 20 Nischenblogs damit füllen könnte. Das möchte ich aber nicht. So frag ich in meinen Interviews, meist mindestens einmal nach der Meinung zu Apple, Mac, iPhone, oder iPad. Schon ist jedes noch so Themenfremde Interview für das Maclites Magazin thematisch passend gemacht.

Denjenigen, die nun neugierig sind und wissen möchten worüber Sören und Tillmann geklönt haben, viel Spaß mit dem Interview.

Im Netz bist du vor allem durch das Blog eisy.eu bekannt, das du sehr aktiv pflegst. Was magst du von dir erzählen?
Ich bin Privatpatient, Blogger und letztendlich Mensch. Trotz meines jungen Alters bin ich schon einige Jahre im Web unterwegs und befasste mich bereits intensiv mit der Suchmaschinenoptimierung – was ich übrigens auch heute noch mache. Jedoch stellte ich die praktische SEO-Arbeit an Kundenprojekten ein.

Heute konzentriere ich mich auf die Theorie und die Beratung. Intensiver als SEO behandle ich derzeit Affiliate-Marketing. Der Bereich ist mir selbst noch neu, denn ich bin erst seit 2008 wirklich damit befasst und das ist trotz diverser Erfolge kein großer Zeitraum.

Affiliate-Marketing ist für mich ein Buch mit sieben Siegeln. Ich erwähnte es schon im Interview mit Astrid. Wie erklärst du Leuten, die nicht so tief in der Materie drinstecken und Kindern den Begriff Affiliate-Marketing?
Ich drücke dem Kind eine Prinzenrolle in die Hand und schicke es in die Schule. Es soll dort die Kekse für je 20 Cent pro Stück verkaufen. Für jeden verkauften Keks bekommt das Kind 50%, also 10 Cent wenn es wieder Zuhause ist. Das nennt man Pay per Sale. Bei der Vergütung pro Lead bekommt das Kind einen in Tinte getränkten Lutscher. Für jedes Kind, das den Lutscher im Mund hatte, gibt´s 5 Cent. Dank Tinte kann die Conversion Rate am Ende des Tages den Kindern aus dem Gesicht abgelesen werden. Das Kind brachte die anderen Kinder nur zur Ausführung einer vordefinierten Aktion, nicht aber zu einem Kauf. Somit ist der Lead generiert.

Erwachsenen könnte man dies ebenso erklären, aber ich würde den Leuten andere Materialien geben. Das erläutere ich hier aber besser nicht. Nein, Spaß bei Seite. Affiliate-Marketing braucht keine große Erklärung. Um die Grundprinzipien zu verstehen, muss man nur wissen, dass man seine eigenen Produkte oder Leistungen mit Hilfe von Partnern / Affiliates (Vermittlern) an den Kunden bringt. Jeder erfolgreiche Abschluss generiert eine Provision für den Affiliate, aber eben auch Einnahmen für den Merchant.

Das Thema Geld verdienen mit Blogs und im Internet ist ziemlich ausgelutscht. Gibt es für dich einen Gesichtspunkt, der deiner Meinung nach zu wenig beleuchtet wurde und über den du gerne etwas erzählen magst?
Die Tatsache, dass jeder Weg seine Lehrstunde und Zeit braucht. Das wurde meiner Ansicht nach in den letzten Jahren viel zu wenig beleuchtet. Alle erzählten immer vom großen Reichtum. Dem Geld verdienen im Internet. Reich werden mit Weblogs. Schlank im Schlaf und Diät mit drei Portionen Spaghetti-Eis pro Tag.

Natürlich funktioniert all dies. Nur erzählt kein Webworker seiner Zielgruppe, dass man dafür viele Monate und nicht selten sogar mehrere Jahre braucht. Kein Unternehmen erzählt den Leuten, dass Diäten nur dann mit Spaghetti-Eis funktionieren, wenn man keine weitere Nahrung zu sich nimmt. Abstriche sind nämlich sehr groß und oft schmerzhaft. Wer seine Ziele aber über alle Hürden hinweg verfolgt, der kann im Web auch Erfolge feiern und Geld verdienen. Oder eben mit Spaghetti-Eis 50 Kilo verlieren.

Gibt es Affiliate-Netzwerke, die besonders einsteigerfreundlich sind?
SuperClix.de ist das beste Affiliate-Netzwerk für Einsteiger, sofern man dort die passenden Partnerprogramme findet. Einsteiger wechseln sehr gern die Programme und führen dies recht kurzfristig durch. Da viel ausprobiert wird, ist das ganz normal. Da kommt SuperClix sehr gelegen, denn man muss sich selten bewerben und ist direkt dabei. Spart also viel Zeit. Außerdem muss nicht ständig die Website angegeben werden, die man nutzt.

Dadurch können sogar die kleinsten Einsteiger ohne Sorge loslegen. Kein Merchant schickt eine Ablehnung, weil die Seite zu klein sei. Das Team kümmert sich um die individuellsten Fragen und steht – soweit ich das beurteilen kann – auch jedem Affiliate und Merchant immer zuverlässig zur Seite.

Dazu gehören später übrigens auch Tipps für verbesserte Performance usw. Auch wenn solche Sachen eigentlich Angelegenheiten der Merchants sind, so übernimmt es gern SuperClix. Denn die Mädels und Jungs verdienen nur dann Geld, wenn der Affiliate auch Geld verdient. Aber genug der kostenlosen Werbung!

Wo bekommst du die Inspiration für deine Beiträge her und gibt es Internetseiten und Podcasts, die du gern besuchst und empfehlen magst?
Meine Inspiration ergibt sich aus der täglichen Praxis. Und ich lasse mich inspirieren von anderen Weblogs, aber auch von Google News und natürlich von Büchern.

Zu meinen besten Quellen in Sachen Inspiration gehört Netzwelt.de. Viele Ideen entspringen aber den Tweets anderer Leute auf Twitter. Podcasts höre ich nur einen und das ist Radio4Seo. Weiter höre ich gern Search Cowboys übers Webmasterradio. Die Jungs haben auch einen sehr empfehlenswerten Channel auf Twitter. In Sachen WordPress bin ich sehr häufig auf perun.net unterwegs. Mediadonis.net, sistrix.de und xdreams.ch sind aber auch Quellen, die einmal pro Woche besucht werden. Ich möchte aber nicht sagen, dass ich in dem oder dem Weblog täglich aktiv bin. Ich benutze oft auch einfach die Blog Search in Google oder die Suche auf Twitter.

Bücher sagte ich noch. Da sind das WordPress Praxisbuch, Social Media Marketing und das Urheber- und Vertragsrecht sehr interessante Quellen. Bei den Magazinen beläuft es sich derzeit aktiv auf die webselling von Data Becker. Website Boosting Magazin will ich nicht als aktiv bezeichnen, es ist ja erst eine Ausgabe erschienen.

Wie wichtig ist das Netzwerk und Vernetzen für einen Affiliate? Ein Affiliate ist ja naturgemäß eher Einzelkämpfer statt Rudeltier, oder siehst du das anders?
In jedem Job hat man Konkurrenten, Kollegen, Partner und Bekannte. Im Affiliate-Marketing ist das nicht anders. Mit dem einen kann ich, den anderen könnte ich täglich zum Teufel jagen. Vernetzt zu sein ist wichtig, sogar sehr wichtig. Jedoch nicht nur mit Affiliates, sondern auch in den anderen Online-Marketing-Segmenten.

Gute Affiliates sind fit in Sachen Suchmaschinenoptimierung und / oder in Google AdWords sowie dem Yahoo Search Marketing. Verliert man den Anschluss im favorisierten Segment (SEO o. SEA), ist es wie überall im Leben – schwer den Rückstand wieder aufzuholen. Allein kann man nicht jeden Trend verfolgen. Nicht jede Änderung am Algorithmus von Google bemerkt man. Dazu bedarf es „Hilfe“ von anderen Affiliates, SEOs etc. die man im eigenen Netzwerk hat bzw. bei denen man ein Teil des Netzwerks ist.

Einzelkämpfer sind Affiliates meiner Meinung nach nur an der Front. Im Hintergrund passieren mehr Dinge gemeinsam als man sich vorstellt. Es gibt keinen Grund in dieser Branche Einzelkämpfer zu sein. Spaß macht es wohl kaum allein und mehr Geld verdient man allein auch nicht.

In der aktuellen “Website Boosting” ist ein umfangreicher Artikel über Linkaufbau. An der ein oder anderen Stelle im Netz steht, dass Linkaufbau in Deutschland sehr schwer ist da die Deutschen sehr geizig mit Links wären. Wie siehst du das?
Geizig mit Links? Du hast die Frage indirekt schon beantwortet, weil du den Namen des Magazins genannt hast. Branchen-Magazine scheitern häufig am Blick über den Tellerrand. Keineswegs will ich die Website Boosting kritisieren – habe ich doch selbst ein Abo und bin froh, dass es dieses Magazin gibt.

Doch die „Deutschen“ (was ist mit Schweiz und Österreich? Die sind doch innerhalb der Branche auch nicht offener.) sind auf keinen Fall geizig mit Links. Ich lese viele Weblogs außerhalb der Marketing-Branche und nur selten kommen dabei Beiträge, die keine externen Links enthalten. Linkgeiz ist meiner Ansicht nach nur ein Provokations-Thema, was man nutzt, um eine Diskussion zu entflammen. Sowas nennt man dann auch „im Gespräch bleiben“ und wie man sieht, ist es an dieser Stelle gelungen. Ich sag nur „linken und linken lassen“.

Gibt es einen oder mehrere Artikel auf anderen Blogs – und auch auf eisy.eu – die du Affiliate-Einsteigern empfehlen magst?
Ich soll jetzt Konkurrenten empfehlen? Am besten noch Links setzen und somit gegen alle Regeln der Linkgeiz-Kunst verstoßen. Da verlangst du wirklich viel von mir. Ich empfehle auf jeden Fall meinen Affiliate-Blog eisy.net (nicht mit .eu verwechseln) und dort gibt es einen Beitrag in dem Affiliate-Blogs aufgeführt sind. Nennt sich „Deutschsprachige Affiliate-Blogs“ und wird auch immer wieder erweitert. Damit ist man schon gut bedient. Außerdem sollte man natürlich den Blog von Karsten Windfelder (http://blog.100partnerprogramme.de/) im Auge behalten. Einzelne Beiträge möchte ich nicht empfehlen. Auf Webmaster-Interview.de gibt es bei der Anmeldung zum Newsletter noch das kostenlose eBook „Partnerprogramme im Internet“ dazu. Darin befinden sich die absoluten Basics und die sind für richtige Einsteiger sicher nicht schlecht.

Nutzt du SEO-Tools, wenn ja würde mich interessieren ob du eher auf kostenpflichtige Lösungen setzt, oder auch brauchbare kostenlose – oder zumindest bezahlbare – Tools gefunden hast?
Hierzu wüsste ich natürlich gern, was „bezahlbare“ SEO-Tools sind? Ich kenne eigentlich keine unbezahlbaren SEO-Tools. Leider empfinden viele Leute monatliche Preise von 100,- Euro als teuer. Selbst 500,- Euro sind noch nicht teuer und auch 2.000 Euro im Monat sind nicht übertrieben.

Fakt ist doch, dass man auf die richtigen Instrumente setzt und nicht mehr Luxus ins Haus holt als eigentlich notwendig ist. Wenn ich nur ein 10 m² Wohnzimmer habe und mit 2 Meter Abstand zum Fernseher sitze, dann stelle ich doch auch keinen 60 Zoll Flachbild-TV hin. Sag jetzt nicht „Doch, aber ich setze mich dann 4 Meter zurück“. ;-)

Unternehmen, Freelancer, Blogger etc. sollten die Tools in Anspruch nehmen, die sie „brauchen“ und nicht die, die sich gut anhören. Meine Agentur liefert keine bessere Arbeit nur weil ich Tool A besitze. Ich muss es nämlich auch benutzen können und aus dem Umfang auch effektive Ergebnisse erzielen können.

Ich setze auf kostenpflichtige Lösungen in Kombination mit kostenlosen Angeboten. Der Yahoo! Site Explorer ist eines der Tools, die ich regelmäßig verwende. Klar gehören auch die Webmaster Tools von Google mit zum Standard. Bei den kostenpflichtigen Tools setze ich auf die SISTRIX Toolbox. Jedoch verwende ich hin und wieder auch Searchmetrics Rapid als kleines Ergänzungstool. Momentan ist auch SEO DIVER von Abakus Internet-Marketing im Einsatz. Xovi dient in vielen Bereichen meiner Arbeit ebenfalls als Ergänzung.

Wichtig ist mir aber der regelmäßige Einsatz der SISTRIX Toolbox und die gehört definitiv zu den Tools, die man sich finanzieren kann, wenn man in der Lage ist, die Werte richtig zu lesen und anschließende Maßnahmen einzuleiten. Man braucht ja nicht jedes Modul und so stellt man sich zusammen was man benötigt. Hatte ich Google Analytics schon erwähnt? Wenn nicht, dann ist dieses Tool auch eines der wichtigsten Tools im SEO. Optional zu ersetzen durch andere gute Analyse-Tools.

Was denkst du über die Partnerprogramme von Apple, insbesondere auf die aktuellen Entwicklungen in Sachen iPad für Affiliates?
Da fragst du genau den Richtigen. Wer nur angebissene Früchte verteilt, von dem sind auch keine komplettierten Leistungen zu erwarten, oder? Ich halte offen gesagt gar nichts von Apple. Mein Verstand reicht leider nicht so weit, um zu erkennen, warum ich für Zensur Geld bezahlen sollte, wenn Freiheit kostenlos ist. Wenn auch nicht grenzenlos, aber eben kostenlos.

Dass Apple kein Partnerprogramm fürs iPad im Hype startete war klar. Warum Leute am Erfolg teilhaben lassen, wenn der Hype die Zahlen auch ohne Affiliates bringt? Würde keinen Sinn machen, denn außer glückliche Affiliates hätte es nichts gebracht. Abgesehen von den Gebühren, die in Netzwerken angefallen wären.

Apple ist Apple und die Produkte, die sie haben, sind wirklich erste Sahne. Vom iPod Touch über iPhone und iPad, genau wie die MacBooks usw. Gegen die Dinge, die „funktionieren“, kann man nichts sagen. Alles andere steht auf dem Stück Apfel, der nicht vorhanden ist.

Datenschützer sind dabei Google Analytics zu verbieten oder zumindest empfindlich zu beschneiden. Wie hart trifft das dich als Website-Betreiber und Affiliate?
Die Datenschützer sind nur die längeren Arme der Konkurrenten. Es gibt kostenpflichtige Produkte auf dem Markt, die in Konkurrenz zu Google Analytics stehen. Allerdings übertreffen die Produkte die Leistung von Googles Dienst nicht. Nutzer haben keinen Grund kostenpflichtige Dienste zu nutzen, wenn kostenlose Angebote besser sind oder gleichwertige Analysen ermöglichen. Zudem ist die Schnittstelle zu AdWords lückenlos. Solche Situationen mögen Konkurrenten nicht und da macht es für diese Sinn, eine Debatte über den Datenschutz durchs Web zu schicken. Leider sind die Datenschützer in Deutschland und vielen anderen Ländern so naiv und schlucken den Bait. Das bringt schon jetzt der Konkurrenz eine große Aufmerksamkeit – auch wenn es ja schon wieder abflacht – und viele neue Kunden.

Wenn Datenschützer mitdenken würden, wüssten sie auch welche Bedeutung es hätte, Google Analytics zu verbieten. Schlichtweg nicht möglich, denn darauf hätte man wesentlich früher kommen müssen. Außerdem macht Google Analytics nichts was jemanden schadet. Abgesehen von der Konkurrenz, denn diese erhält nicht so viele Kunden, wie sie ohne Analytics bekommen würde.

Für mich als Affiliate und Website-Betreiber bedeutet die Diskussion nichts. Ich verwende Google Analytics weiterhin und lasse mir diesen Dienst auch nicht austreiben. Vermutlich wird sich auch niemand gegen einen Website-Betreiber stellen, der Analytics einsetzt. Man müsste ja eine Abmahnung verschicken und was mit Abmahnern im Netz passiert ist bekannt.

Millionen Artikel gehen bei Amazon über den virtuellen Ladentisch. Was hältst du vom Amazon-Partnerprogramm und würdest du den Online-Versandhändler das Prädikat „einsteigerfreundlich“ geben?
Das Amazon Partnerprogramm ist weltweit das beste Partnerprogramm. Zumindest sehe ich das so. Kein anderes Partnerprogramm hat so lückenlos überall Produktbilder, Beschreibungen, Ratings (Sterne) und auch noch Bewertungen wie Amazon. Dem Affiliate fehlt es eigentlich an gar nichts. Man hat Millionen (vielleicht Milliarden?) an Produkten zur Auswahl und kann von der Hundeleine übers iPhone bis zur Zündkerze alles verkaufen. Nahezu jede noch so kleine Nische (und Nischen sind wirklich klein) kann mit dem Amazon Partnernet bedient werden. Das Backend ist nicht besonders aufgeräumt auf den ersten Blick, aber auf den zweiten Blick ergibt es Sinn was man sieht. Die Widgets machen wirklich Spaß und erlauben sehr kreative Kombinationen verschiedener Produkte. Noch dazu kannst du per Amazon Partnernet auch Produkte bewerben, die erst in der Vorbesteller-Phase sind und somit noch gar nicht wirklich gekauft werden können. Damit sammelt man bereits Leads und verwandelt diese am Release-Day zu Sales. Mit Amazon musste man nicht mal übers iPad jammern, denn das bewirbt man darüber doch auch sehr gut.

Es ist ein sehr einsteigerfreundliches Partnerprogramm und es macht wie gesagt auch Spaß, da man sehr flexibel ist. Viele schrecken vor den Prozenten zurück, die man bekommt. Zugegeben, es sieht nicht viel aus wenn man 5,50 Prozent pro Verkauf erhält und eventuell mit einer Deckelung von max. 10 Euro pro Elektronik-Artikel leben muss. Am Ende bestellen Leute aber selten nur ein Produkt und so summiert sich der Warenkorb. Ich habe erst vor ein paar Tagen ein gedeckeltes Produkt verkauft, aber zusätzlich lag im Warenkorb eine DVD-Staffel einer bestimmten Sendung. Brachte allein sogar fast 20 Euro Provision. Schöne Nische übrigens, aber interessiert mich nicht wirklich.

Der ein oder andere SEO und Affiliate rümpft die Nase über Google Adsense, magst du ein paar Worte über Google Adsense verlieren?
Adsense ist eine super Sache für Werbeflächen, die man anderweitig nicht belegt bekommt. Entweder weil es keine Partnerprogramme gibt oder weil keine Werbekunden vorhanden sind. Außerdem ist es für Seiten mit sehr viel Traffic interessant. Mit der richtigen Position und einem auf die Anzeige optimierten Umfeld, kommt bei Adsense viel in die Kasse. Selbst setze ich Adsense auch ganz gerne mal ein. Jedoch immer weniger, da sich mir in den meisten Fällen lukrative Partnerprogramme anbieten. Es gibt jedoch auch Branchen, da können Partnerprogramme und Adsense in Kombination sehr gut eingesetzt werden. Ich denke dabei besonders an die Bereiche, in denen es für Adsense-Klicks Provisionen ab 2 Euro gibt und für Leads / Sales im Partnerprogramm auch über 80 Euro rauskommen.

Insgesamt bin ich für Adsense jedoch der falsche Ansprechpartner. Meine Erfahrungen bewegen sich auf einem mittelmäßigen Niveau und ich könnte bestimmt auch niemandem erklären, wie er mit dem Dienst am besten arbeitet und es am geschicktesten einsetzt.

Immer wieder wird gebetsmühlenartig über Nischen geredet. Sind Nischen wirklich so wichtig und ausschlaggebend?
Wichtig sind Nischen schon, denn es sind Märkte und Märkte kann man bedienen. Jedoch gibt es einen Unterschied zwischen Nischen und echten Nischen. Nischen, die gern in Weblogs angesprochen werden, sind ja eigentlich keine wirklichen Nischen, sondern eher größere Produktkategorien. Was ist schon die „Sonnenbrille“ für eine Nische? Die richtige Nische ist doch erst die „Marke + Sonnenbrillen“. Der oft diskutierte Kinderwagen, eine Nische? Eher der Zwillingskinderwagen und der wird derzeit sehr stark durchs Netz getreten. Richtige Nischen sind meiner Meinung nach immer die Unterkategorien der Kategorien. Im Sommer brauche ich niemanden Grillanzünder vor die Nase schieben, wenn er doch den elektrischen Grillanzünder sucht. Spare ich dem User doch die Suche und biete ihm direkt das passende Produkt.

Nischen sind sehr gut, um auf einem möglichst einfachen Weg und ohne zu viel Aufwand trotzdem lukrative Abschlüsse zu erzielen. Jedoch sind auch die Kategorien – also die größere Nische – nicht verkehrt, denn mit ihnen lassen sich Nischen gut betreten. Schweigepflicht sollte man aber kennen, wenn man eine Nische länger für sich behaupten will. Am Ende kann jeder User aber auch große Bereiche betreten. Man muss sich nur beweisen und dann wird man auch bestehen. Verlieren können nur die Leute, die den Kopf im Geldbeutel tragen und alles andere ausblenden. Dann funktionieren oft auch die echten Nischen nicht. Weiter sind Nischen schöne Dinge, die man über Google AdWords bedienen kann. Keine Konkurrenz, niedrige Preise und gezielter Traffic.

Bzgl. deiner Frage: Nischen sind nicht „sooo“ wichtig wie sie meist gehandelt werden. Die meisten Nischen verstecken sich eh innerhalb größerer Websites. Empfehlenswert ist es auch, Nischen in der eigenen Website direkt zu bedienen. Lässt sich besser vor Langohren verstecken und so bleibt man unerkannt. Onlineshops haben es schon gut, die können ihre Unterkategorien richtig schön pushen. Eigentlich haben damit gerade kleine Shops echt große Chancen. Nur erzählt es diesen niemand und dadurch verpassen sie den Umsatz. Das sind nämlich die Ecken, an denen man auch die großen Vorreiter überholen kann.

Worüber hättest du gerne etwas erzählt, wonach ich nicht gefragt habe?
Über meine Frau und meine schrecklichsten Erlebnisse im Kindergarten. Aber du fragtest ja nicht!

Ich glaube ich habe dir schon so viel erzählt, da ist es dem treuen Leser sicher ganz recht, wenn langsam aber sicher die Zeilen enden. Mich würde ja schon interessieren, wer wirklich bis zum Ende gelesen hat, ohne die Mitte vom Interview zu überspringen.

Abschließend möchte ich aber noch allen Lesern, die sich mit Social Media beschäftigen, das Buch Social Media Marketing: Strategien für Twitter, Facebook & Co* nahelegen. Der Kauf hat sich für mich sehr gelohnt und ich glaube das wird er sich auch für die meisten anderen. ISBN: 978-3-89721-969-4

Vielen Dank für deine durchaus spannenden und absolut nicht 08/15 Fragen. :-)

Herzlichen Dank! Das war Sören Eisenschmidt vom Affiliate-Marketing-Blog: www.eisy.eu.

Tillmann Scheele führte durch das Maclites Magazin Interview.

* Partnerlink

Aktualisiert am 18/11/2011

9 Kommentare

  1. Also ich hab’s bis zum Ende gelesen :-)
    Wirklich lesenswertes Interview mit Herrn Eisy.

    Viele Grüße,
    Matthias

    PS: Das unten empfohlene Buch habe ich auch vor kurzem erhalten :-P

  2. >Branchen-Magazine scheitern häufig am Blick über den Tellerrand.

    Outch, das schmerzt. Dachte, ich wäre gerade dazu in der Lage. Wie man sich doch täuschen kann… ;-)

    Scheinbar gibt es also keinen Linkgeiz im deutschsprachigen Raum? Auch hier im Blog nicht (der ja auch nofollow ist – grins).

    Wie auch immer, diskutiert wird das Thema sehr intensiv. Eklektisch ausgwählte Beispiele:

    http://blogdeal.de/blogger-ohne-linkgeiz-leider-eine-seltenheit/

    http://wishu-blog.net/internet/nofollow-%E2%80%93-linkgeiz-in-deutschland/

    Und Oberguru Markus Tandler aka Mediadonis kann offenbar auch nicht über den Tellerrand schauen, wenn er sich über den Linkgeiz hierzulande beschwert:
    http://www.lorm.de/2008/06/03/5-wahrheiten-ueber-smo-von-marcus-tandler/

  3. Geiler Typ, dieser Eisy und tolles Interview

  4. Super Interview mit Eisy! Ich freue mich immer, wenn er in meinem Blog einen profunden Artikel abgibt. Wobei ich hinsichtlich Linkgeiz anderer Meinung bin (es gibt ihn)…

  5. Vielen Dank für das Feedback zum Interview. Natürlich auch Dir, Mario, vielen Dank! Ich möchte zum Thema Linkgeiz aber anmerken das die SEO-Szene und auch andere Online-Marketing-Blogs absolut nicht die gesamte Bloggerwelt darstellt. Ich respektiere natürlich Meinungen das ein Linkgeiz zwischen SEO / Marketing Blogs besteht und streite da nicht drum. :) Nur ist eben bei diesen Blogs nicht das Ende des Internets.

  6. Tolles Interview und wenn man zwischen den Zeilen liest sehr interessante Informationen!

  7. Ja, in der Tat ein wunderbares Interview mit vielen wertvollen Informationen.

    Das Zitat von Soeren Eisenschmid lese ich zum ersten Mal und er hat Recht:

    „Wer seine Ziele aber über alle Hürden hinweg verfolgt, der kann im Web auch Erfolge feiern und Geld verdienen.“

  8. Yeah. Das war wirklich ein tolles Interview.

  9. Ich habe mich zumindest bemüht auch die Mitte des Interviews zu lesen. Hat teilweise auch geklappt. :)
    Es ist mal ein richtig schön ausführliches Interview und was Herr Eisy sagt zeigt für mich Erfahrung und Kompetenz.
    Schönen Dank dafür.
    Gruß, Max

Schreibe einen Kommentar