Schweizer Macuser – MacMacken-Betreiber RA Martin Steiger
Schweizer Macuser, Rechtsanwalt, Betreiber vom Macblog Macmacken und Segelflugpilot in einer Person – RA Martin Steiger. Netterweise hat Martin einem Interview mit maclites zugestimmt und einige Fragen beantwortet.
Screenshot vom MacMacken Header
Bisher weiss ich noch nicht viel von Dir. Du bist Schweizer, Rechtsanwalt und betreibst das Blog MacMacken. Stelle Dich bitte meinen Lesern vor. Was magst Du noch von Dir verraten?
Rechtsanwalt und Schweizer neben dem MacMacken-Weblog als Anlass für dieses Interview bringen die wichtigsten Fakten auf den Punkt.
Persönlich und auch in rechtlicher Hinsicht beschäftige ich mich vor allem mit Fragen rund um Kommunikation, Medien und neue Technologien – Stichwort «Immaterialgüterrecht». Daneben interessiere ich mich für Aviatik – wiederum rechtlich, aber auch als Segelflugpilot, mit einer Nebentätigkeit bei einem Luftfahrtunternehmen und der Administration des ZRHwiki mit Wissen über den Flughafen Zürich.
Schreiben ausser Martin Steiger noch mehr Autoren Beiträge für MacMacken?
MacMacken ist grundsätzlich mein persönliches Weblog, so dass die meisten Blogeinträge von mir stammen. Ab und an erscheinen Gastbeiträge, die Leser freundlicherweise geschrieben haben.
Bei MacMacken sind ausserdem die Kommentare von grosser Bedeutung, die vielfach lesenswerte Beiträge und nützliche Tipps enthalten. Leider gehen solche Kommentare bisweilen in der Masse der übrigen Kommentare unter, da ich meinen Lesern beim Kommentieren eine möglichst grosse Freiheit einräume. In Zukunft möchte ich deshalb besonders interessante Kommentare gezielt hervorheben und vermehrt in eigenen Blogeinträgen aufgreifen.
Manchmal kann ich es kaum glauben wieviele Macken ein Computer aus Cupertino haben kann. Wie findest Du die Macken bei Macs über die Du schreibst?
MacMacken ist in erster Linie ein Weblog über Macken, die mir selbst beim alltäglichen Arbeit mit dem Mac begegnen. Ich blogge über viele dieser Macken, während sich andere Anwender vielleicht damit abfinden oder allenfalls in einem Diskussionsforum wie der Mac Community Apfeltalk oder bei MacUser Unterstützung suchen.
Immer häufiger blogge ich auch über Macken, die Leser entdecken und mir per E-Mail oder via Twitter melden. Hinzu kommen Blogeinträge über Macken, die mir beim Lesen anderer Medien auffallen.
Eigentlich darf ich die Frage garnicht stellen da ich mit mindestens der Hälfte meiner Projekte nicht viel besser bin. Du hast mal eine lange “Kunstpause” eingelegt. Wie kam es dazu? Wie hast Du Deine Motivation wiedergefunden? Hattest Du Deine Motivation überhaupt verloren?
MacMacken ist eine meiner Freizeitbeschäftigungen, das heisst Beruf und Familie geniessen Vorrang. So lege ich während Ferienabwesenheiten und beruflich intensiven Phasen jeweils Blogpausen ein – Letzteres war insbesondere 2008 während einiger Monate der Fall. Meine Motivation zum Bloggen ist zwar nicht immer gleich, führte allein aber bislang noch nicht zu einer Pause beim Bloggen bei MacMacken.
Erzähl bitte etwas über Idee, Konzept und Umsetzung von Deinem Weblog MacMacken.
MacMacken kennt kein eigentliches Konzept. Die Idee für ein Weblog über Macken, die mir beim alltäglichen Arbeiten mit dem Mac begegnen, setzte ich Anfang 2007 spontan um und nehme etwaige Anpassungen seither bedarfsabhängig im Rahmen meiner zeitlichen Möglichkeiten vor.
Was befindet sich in Deiner “Apple Sammlung”? Welcher Mac, welcher iPod, welches iPhone?
Ich verfüge über keine Sammlung, sondern besitze lediglich Apple-Hardware, die ich auch tatsächlich verwende – dabei handelt es sich momentan im Wesentlichen um ein MacBook Pro und einen iPod Touch, ergänzt durch zahlreiche weitere Geräte von verschiedenen Herstellern wie beispielsweise mein Smartphone von Nokia. Weitere Hardware von Apple, die ich täglich benutze, sind das Apple Wireless Keyboard, die Time Capsule und die AirPort Extreme-Basisstation. In meinem familiären und beruflichen Umfeld begegne ich darüber hinaus weiterer Hardware von Apple, wobei vor allem iPhones und spiegelnde iMacs allgegenwärtig zu sein scheinen.
Ich versteh den Hype um das Apple Tablet nicht. Ich bin aber auch nicht die Zielgruppe. Was hältst Du von Apples neuen Produkt, dessen Einführung angeblich kurz bevorsteht? Gehörst vielleicht Du zur Zielgruppe?
Als Rechtsanwalt mit Interesse am Immaterialgüterrecht bin ich vor allem neugierig, ob Apple für das neue Gerät tatsächlich die Bezeichnung iSlate oder Magic Slate verwenden wird. Beide Bezeichnung hat Apple unter anderem im schweizerischen Markenregister eintragen lassen. Ob ich zur Zielgruppe des neuen Gerätes zähle, werde ich erst nach dessen Präsentation inklusive Preisgestaltung beurteilen können. Skeptisch bin ich im Bezug auf die Möglichkeit zur Texteingabe. Mit der Texteingabe konnte ich mich bislang weder auf iPhone noch iPod Touch anfreunden. Ich könnte mir umgekehrt aber beispielsweise vorstellen, per Instapaper gespeicherte Texte oder auch E-Books auf einem solchen Gerät zu lesen.
Der aktuelle Hype ist ein typisches Apple-Phänomen. Glücklicherweise kann ich den Hype um das Apple-Tablet gelassen betrachten. Im Normalfall befasst sich MacMacken nicht mit Gerüchten und Neuigkeiten rund um Apple. Einen etwaigen Tablet-Computer von Apple würde ich nicht auf Anhieb kaufen, sondern wie gewohnt andere Benutzer die Macken von Apple-Geräten der ersten Generation erdulden lassen.
Du warst zu Gast bei den Podcastern von Deimhart. Bist Du in weiteren Podcast zu hören, wenn ja in Welchen?
Mein Gastauftritt bei Dirk und Roman vom DeimHart-Podcast war gleichzeitig auch meine Podcast-Premiere. Ich hoffe aber, das Gelernte aus dieser ersten Erfahrung bei Gelegenheit wieder anwenden zu können. Leider gibt es nur wenige deutschsprachige Podcasts zu Themen, die für mich relevant sind, und die meisten davon sind in Deutschland daheim.
Welche Programme nutzt Du auf Deinem Mac am meisten, und welche Macken hat Deine Lieblings-Mac-Software?
Mac OS X enthält bereits zahlreiche äusserst nützliche Anwendungen und so nutze ich viele davon intensiv, beispielsweise Apple Mail, iCal, Spotlight, TextEdit und Vorschau (Preview). Regelmässig verwendete Anwendungen, die nicht von Apple stammen, sind unter anderem Mozilla Firefox, NeoOffice, Textmate, Things und Yojimbo. Adobe Acrobat und Microsoft Office muss ich aus Gründen der Kompatibilität nutzen, hinzu kommt VMware Fusion zur Microsoft Windows-Virtualisierung für einige berufliche Spezialanwendungen.
Macken fast all dieser Mac Anwendungen wurden bei MacMacken bereits thematisiert. Spontan fällt mir Spotlight als liebste Software auf dem Mac ein – täglich suche ich damit x-fach nach Dokumenten und bin mit der Suchleistung sehr zufrieden, bedauere jedoch, dass die Ergebnisdarstellung seit Mac OS X 10.5 «Leopard» nicht mehr in einer übersichtlichen Gliederung erfolgt.
Bei Deinem Beruf und Deinen Hobbys bleibt nicht viel Zeit. Hörst Du trotzdem Podcasts? Nenne bitte Deine Top 5 Podcasts.
Die Podcast-Unterstützung von iTunes auf iPhone und iPod Touch lässt zwar zu wünschen übrig, aber ich höre dennoch häufig Podcasts. In Sachen Apple höre ich mir fast jede Folge von «Bits und so» und «Mobile Macs» an. Jenseits von Apple zählen «HR2 – Der Tag», «Nachtzug nach Hamburg» von Reiko Schmidt und «USA Hacks» von Marcel Neuhäusler zu meinen Favoriten.
Ist Deine Zeit die Du im Internet verbringst überwiegend privat oder wird es von RA Martin Steiger auch beruflich genutzt?
Als Rechtsanwalt zählt das Immaterialgüterrecht zu meinen bevorzugten Rechtsgebieten. Entsprechend befasse ich mich regelmässig mit Fragen rund um das Internet oder im Zusammenhang mit Medien. Für einen Rechtsanwalt ist das Internet im Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken – so erfolgt beispielsweise ein wesentlicher Teil der Kommunikation online und viele Rechtsquellen finden sich im Internet.
Wielange benutzt Du Macs und wie bist Du damals auf die Idee gekommen Dir einen Mac zu kaufen?
Mein erster Mac war ein «Bondi Blue»-farbiger iMac mit Röhrenbildschirm. Wann kamen diese Geräte auf den Markt? (Anmerkung von ts: Je nach Modell zwischen Sommer 2000 und Sommer 2001.)
Macs nutze ich allerdings erst seit Einführung der Intel-Prozessoren als Haupt-Computer. Vorher arbeitete ich einige Jahre mit Linux, davor nutzte ich MS DOS und Microsoft Windows. Aufgrund einiger Spezialanwendungen, die nur unter Microsoft Windows verfügbar sind, ist es für mich wichtig, halbwegs effiziente Software zur Virtualisierung verwenden zu können, was mit Apples Wechsel von PowerPC zu Intel-Prozessoren möglich wurde.
Am Mac schätze ich die Verbindung einer soliden Unix-Grundlage mit einer komfortablen Benutzeroberfläche. Bei Bedarf ist Basteln à la Linux möglich, doch genauso lässt sich ein Mac im Rahmen der Vorgaben von Apple und Steve Jobs ohne grossen administrativen Aufwand komfortabel nutzen. Ersteres vermisse ich auf dem iPhone und iPod Touch, denn während sich der von Apple definierte Rahmen auf dem Mac sprengen lässt, besteht diese Möglichkeit auf der iTouch-Plattform nur über wenig attraktive Umwege. Aus Apple, mit dem legendären 1984-Werbespot wurde längst ein Unternehmen, das sich seine Kundschaft mit grossem Geschick in einem goldenen Käfig hält.
Können sich meine Leser an Dich wenden wenn sie Macmacken entdecken?
Klar, meine Kontaktadressen finden sich im Impressum von MacMacken.
Möchtest Du noch über etwas reden, was Dir wichtig ist, wonach Ich aber nicht gefragt habe?
Nein.
Ich bedanke mich bei Martin Steiger von MacMacken für das aufschlussreiche Interview.
Tillmann Scheele führte durch das Maclites Magazin Interview. Schau regelmäßig nach neuen Interviewgästen von Maclites und verfolge das Maclites Magazin über:
Aktualisiert am 19/11/2011
Tags: macuser