Volkis Stimme, der satirische Wochenrückblick – Volker Klärchen
Hamburger, Podcaster, Zauberkünstler, Autor für sich, andere Comedians und Kabarettisten. Die Stimme aus Volkis Stimme, Volker Klärchen hat mir in einem spannenden Emailwechsel Rede und Antwort gestanden. Wir haben unter anderem über, Klau von Content, die Schwierigkeiten Interviewpartner zu finden, Podcast-Produktion, Podcast-Technik und Tipps für Podcast-Einsteiger gesprochen.

Die mittlerweile obligatorische Bitte auch an Dich. Volker, stelle Dich bitte meinen Lesern vor.
Hallo und guten Tag, ich bin Volker Klärchen. Ich bin Coach und Berater, nebenberuflich auch Zauberkünstler sowie Autor für andere Comedians und Kabarettisten. Seit September 2008 betreibe ich den wöchentlichen Podcast “Volkis Stimme”. Darin werden die aktuellen Meldungen der Woche satirisch präsentiert, manchmal tiefgründig, manchmal einfach nur albern.
Erzähl etwas über Idee, Umsetzung, Entwicklung und Zukunft von Deinem Podcast Volkis Stimme.
Die Idee zu dem Podcast ist im Fieber geboren. Ich war krank und konnte nicht schlafen, also habe ich mir die Nächte mit dem Hören von Podcasts versüsst. Irgendwann dachte ich mir “Das kannst du auch!”… und bis zum Morgen hatte ich das Konzept geschrieben.
Dann begann die Recherche: Was muss ich eigentlich machen, um einen Podcast technisch zu realisieren? Welches Mikro? Welche Software? Was zur %&§&!#*% ist ein RSS-Feed? Aber im Internet lässt sich bekanntlich alles finden!
Ein paar Wochen später erschien dann schon die erste Ausgabe, und ab dann jeden Sonntag pünktlich um Mitternacht. Gerade dieser verlässliche Erscheinungstermin war mir von Anfang an sehr wichtig. Ich wollte, dass meine Hörer genau wissen, wann sie wieder etwas von mir erwarten dürfen.
Die Zuverlässigkeit hat sich anscheinend auch bezahlt gemacht: Die Hörerzahlen wachsen kontinuierlich, und mehrere Internetradios haben meinen Podcast als festen Bestandteil in ihr Programm aufgenommen.
Für die Zukunft ist geplant, neben den satirischen Nachrichten auch normale News und Interviews in den Podcast aufzunehmen – aber das entscheide ich von Woche zu Woche.
Es ist zu spüren wieviel Herzblut Du in jede Folge von Volkis Stimme steckst. Wie läuft die Podcast-Produktion einer Folge von Volkis Stimme gewöhnlich ab?
Alles beginnt mit den Themen für die Sendung, die müssen ja immer wochenaktuell sein. Ich habe ca. 30 Newsfeeds abonniert, die ich täglich nach brauchbaren Meldungen durchsuche. Wenn ich etwas sehe, aus dem sich vielleicht eine Pointe machen lässt, wird es als Favorit markiert – und das war’s erstmal.
Freitag oder Samstag nehme ich mir dann die Zeit, in der ich alle Favoriten in meinem Newsreader durchgehe und die tatsächlichen Gags entwickle. Manchmal schreibe ich eine Ausgabe in 20 Minuten, manchmal brauche ich auch über 2 Stunden – das ist sehr von meiner Tagesform und von den Nachrichten abhängig. Es gibt Zeiten in denen es schwer ist, lustige Nachrichten zu finden. Und über tragische Meldungen mache ich keine Witze – niemals. Ich bin der festen Überzeugung, dass ein Podcast unterhalten kann, ohne zu verletzen oder unter die Gürtellinie zu gehen.
Welche Technik nutzt Du um Deine Ideen in die Tat umzusetzen?
Die Technik ist im Laufe der Zeit gewachsen. Mein aktuelles Setup sieht so aus: Ich spreche in ein Großmembran-Mikrofon (Behringer C1), das erstmal in einen kleinen Verstärker und Mischer läuft (Behringer Xenyx 1002FX). Da meine Nachbarn nicht unbedingt ruhig sind, während ich aufnehme, wandert das Signal zusätzlich noch in einen Kompressor (Behringer MDX1600 Autocom Pro-XL). Dieses wundervolle Gerät filtert die Hintergrundgeräusche aus und macht den Klang noch etwas “voller”.
So aufbereitet wird der Ton von einem Macbook Pro mit Garageband aufgenommen. Alle Jingles sind vorher aufgenommen und werden live über die Computertastatur dazugespielt.
Fast aufwändiger als die Aufnahmetechnik ist dann aber das Aufbereiten der Texte für die Webseite und den Feed. Zu jeder Folge gibt es einen Post, in dem alle Meldungen mit Links zu den ursprünglichen Nachrichten zu finden sind. Ausserdem gibt es eine Seite, auf der der komplette Text der Sendung zum nachlesen zu finden ist.
Eine Menge Aufwand für einen kleinen Podcast, aber vieles daran habe ich automatisiert, sodass es mich nicht mehr soviel Zeit kostet wie am Anfang.
Auf Twitter konnte man verfolgen das Dein Podcast besonders im Dezember einen Popularitätsschub hatte. Das Interview mit Bodo Wartke war sicher nicht unschuldig daran?
Oooooh ja. Das Interview mit Bodo war ein Glücksfall. Er war nicht nur sehr sympathisch und unkompliziert, sondern auch selber von unserem Gespräch begeistert. Daher hat er seine Fans in einem Newsletter auf meine Webseite hingewiesen – und an dem Abend wäre mein Server fast gestorben. Zu der Zeit war ich beruflich in Berlin und saß abends auf meinem Hotelzimmer. Erstaunt und erschrocken verfolgte ich auf meinem Notebook, wie der Server immer mehr an seine Grenzen geriet zum Glück ist am Ende aber alles gut gegangen. Und eine Menge neue Hörer hat mir das ganze auch gebracht.
Hast Du neben Deinen ganzen Tätigkeiten (Autor, Zauberkünstler, Podcaster) Zeit, Podcasts zu hören? Welche hörst Du, warum und hast Du eine persönliche Podcast Top5?
Ich habe sogar sehr viel Zeit, um Podcasts zu hören. Dafür höre ich so gut wie nie Radio und nur sehr selten Musik als einfache Berieselung. Wenn ich mit dem Auto unterwegs bin, wenn ich im Zug sitze und sogar wenn ich jogge: Podcasts sind immer dabei. Ich bin immer wieder beeindruckt, welche unglaubliche Vielfalt es gibt. Die meisten Podcasts, die ich abonniert habe, sind allerdings auf englisch. Daher sieht meine aktuelle Top 5 so aus:
- “Dübels Geistesblitz” von Marcus Dübel. Das war der erste Podcast, bei dem ich beim anhören selber laut lachen musste. Das tolle daran ist, dass dem Dübel jede Woche wieder ganz neue, kreative Konzepte einfallen. Ich habe große Bewunderung für ihn!
- “Krimikiosk” von Petra Weber. In diesem Podcast gibt es komplette Krimis als episodenweise Hörbücher. Nicht nur prima produziert, sondern auch inhaltlich spannend. Da freue ich mich jetzt schon auf das nächste Buch.
- “Wait, wait, don’t tell me” – eigentlich eine Radiosendung auf NPR, in der drei Gäste lustige Fragen um die Nachrichten der Woche beantworten müssen. Das hat schon mal inhaltlich eine gewisse Nähe zu “Volkis Stimme”, die Themen sind aber sehr USA-lastig. Auf jeden Fall einer der lustigsten Podcasts, die ich kenne.
- “WNYCs Radio Lab” ist ein amerikanischer Podcast, in dem zwei Wissenschaftler spannende Themen vorstellen. So gut produziert wie kein anderer! In jeder Episode steckt soviel Liebe zum Detail, soviel Überraschendes – großartig.
- “The official LOST podcast” von Damon Lindelof und Carlton Cuse. Ich bin ein riesiger Fan der US-Serie “Lost”, und die beiden Produzenten berichten hier wöchentlich über Hintergründe, Reaktionen von Fans – und manchmal albern sie auch nur herrlich herum. Das rundet mich für diese Faszination “Lost” einfach ab.
Ich habe auf der Homepage von Volkis Stimme keine Werbung gefunden. Das Thema Geld verdienen mit Blogs scheint für Dich unwichtig zu sein. Gibt es keine Werbepartner für Dein Format, oder war das eine bewusste Entscheidung?
Das stimmt, Geld verdienen mit Blog oder Podcast ist nicht mein Thema. Ich bin ja in das ganze Thema Podcasting eher “hineingeschliddert”, da steckte keine Absicht oder Vision dahinter. Wichtig war für mich eigentlich nur die Frage: Wie lange halte ich es durch, jede Woche eine Episode zu schreiben, sie sich nur mit wochenaktuellen Meldungen beschäftigt. Ich wollte sehen, wie kreativ ich wirklich bin – und (…klopf auf Holz…) bisher ist mir tatsächlich jede Woche etwas eingefallen.
Als ich Deine Frage zur Technik beantwortet habe ist mir aufgefallen, dass die Firma Behringer eigentlich ein guter Werbepartner für mich wäre… und da gäbe es tatsächlich noch ein Gerät von denen, das ich gerne hätte… Vielleicht hast Du mich da gerade auf eine Idee gebracht!
Was versteht Volker Klärchen unter Humor?
Das ist eine gute Frage – und sehr schwierig zu beantworten. Erstmal ist Humor ja alles, was einen Menschen zum Lachen bringt. Nur was genau das ist, ist bei jedem Menschen anders. Ich kann z.B: über Mario Barth überhaupt nicht lachen, obwohl der ganze Arenen mit Zuschauern füllt.
Ich mag eher Humor, bei dem man ein kleines bisschen mitdenken muss – in meine Zauberprogramme baue ich z.B. auch Gags ein, die maximal ein Drittel der Zuschauer mitbekommt. Aber genau dieses Drittel weiß es dann auch wirklich zu würdigen. Ich bin ein großer Freund von Wortspielen. Wenn ich ein Wort höre merke ich meist sofort, wenn man es auf mehr als eine Weise verstehen kann. Mein eigenes Lieblingsbeispiel: “George Bush wurde mit einem Schuh beworfen. Er tat aber das, was er auf Pressekonferenzen immer tut: Er ist ausgewichen”.
Ansonsten versuche ich mich der jeweiligen Zielgruppe anzupassen. Ich schreibe ja als Autor auch Bühnentexte für andere Künstler. Da sind die Texte dann mal mehr politisch, manchmal auch ein bisschen platter als bei mir – guter Humor muss immer auch zu der Person passen, die ihn vorträgt.
Volker, liest Du eigentlich noch gedruckte Zeitungen oder holst Du Dir deine Portion aktuelle Nachrichten nur aus dem Internet?
Die letzte gedruckte Zeitung habe ich 2007 gekauft, glaube ich. Seitdem lese ich Nachrichten tatsächlich nur noch online. Irgendjemand hat mal gesagt “Printmedien sind das, wo man nachlesen kann was gestern im Internet stand”. Ich weiß leider nicht mehr, von wem das ist, aber er hatte recht. Die Verlage haben sich mit dem kostenlosen Anbieten ihrer Inhalte leider selber ein tiefes Loch gegraben, aus dem sie nur schwer wieder herauskommen werden.
Hast Du die Jingles in Deinem Podcast alle selber produziert und wo bekommst Du passende Musik her?
Das ist eine Mischung. Von Ausgabe 1 bis 66 stammte die Titelmusik meines Podcasts von einem kanadischen Musiker, der sie “podsafe” zur Verfügung gestellt hat. Die restlichen Sounds stammen aus Apples Garageband, das ich zur Produktion verwende. Seit Ausgabe 67 ist die Titelmusik von mir selber.
Du erwähnst Garageband in einer Antwort. Bedeutet es das Du in Deinem Podcast-Studio einen Mac rumstehen hast Welche(r) ist das und wie sieht es mit iPhone, iPod touch, iPod aus? Wann und wie bist Du auf Apple gestossen?
Gutes Thema! Für die Produktion des Podcasts nutze ich mein Macbook Pro, das ich mir letztes Jahr gekauft habe. Davor habe ich ein Jahr lang ein weißes Macbook benutzt, was mein erster Kontakt zu Apple war. Bis dahin war ich sehr überzeugt von der PC-Welt, hielt Macs für eine “nette” Lösung für Grafiker oder Musiker. Ich muss gestehen: Ich habe mich geirrt! Ich habe meinen PC schon lange verkauft und besitze jetzt neben dem MBP noch einen iMac und ein iPhone.
Das tolle an Apple-Produkten ist für mich: Sie funktionieren. Sie sind ästhetisch ansprechend, sowohl vom Design der Hardware als auch von der Benutzungsoberfläche der Software her. Sie funktionieren. Sie lassen mir trotz aller Einfachheit alle Freiheiten, auch tiefer im System zu graben. Ich schreibe mir z.B: gerne kleine Helfer mit der Programmiersprache Perl, die mir lästige Routineaufgaben abnehmen. Ach ja, und ganz wichtig: Sie funktionieren.
Hat Volker Klärchen Probleme mit Spam in Kommentaren, Trackbacks oder Pings in seinem Blog Volkis Stimme? Triffst Du bewusst Gegenmaßnahmen oder siehst Du das ganze recht entspannt?
Früher war Spam überhaupt kein Problem, das hat sich dann aber im Herbst 2009 gewandelt: Mit dem Bodo-Wartke-Besucheransturm kamen auch die Spammer. Mein Blog läuft unter WordPress, und da habe ich das Akismet-Plugin installiert. Das funktioniert auch bisher tadellos, es hat alle Spamkommentare erwischt und alle echten durchgelassen. Für mich bedeutet das Thema Spam also zum Glück bislang nur einmal die Woche den Spamordner zu leeren.
Magst Du über Zahlen von Volkis Stimme reden? Downloads, Hörer, Eindeutige Besucher und die Entwicklung seit Deinem Start damals.
Ganz genaue Zahlen kenne ich leider nicht, da mein Podcast auch in diversen Internetradios gesendet wird. Für die stelle ich übrigens jede Woche eine spezielle, kompakte Version bereit, die besser in ein Radioschema passt – das hatte ich bei der Beschreibung der Produktion ganz vergessen zu erwähnen. Diese Version holen sich die Radios dann über einen Dropbox-Account, den ich dafür eingerichtet habe.
Meine erste Ausgabe hatte 77 Downloads, und das fand ich schon ganz schön klasse. Mittlerweile schwanken die Hörerzahlen zwischen 1.500 und 2.000 je Woche, von denen aber nur wenige auch die Webseite besuchen. Der meiste Traffic kommt direkt aus iTunes, wo ich im Bereich “Comedy” schon seit einiger Zeit unter den vorgestellten Podcasts auftauche. Ziemlich weit hinten zwar, aber immerhin. Mein Traum wäre natürlich, einmal von iTunes an prominenter Stelle beworben zu werden – aber davon träumt wohl jeder Podcaster.
Während Wir das Interview führen hast Du ein weiteres Interview mit Oliver Rohrbeck veröffentlicht. Wie bekommst Du die Leute vor Dein Mikrofon?
Ganz einfach: Durch fragen. Ich habe mit Bodo Warte und Oliver Rohrbeck tatsächlich zwei sehr interessante und bekannte Gesprächspartner bekommen. Aber ich habe auch sehr, sehr viele Anfragen gestellt, und in den allermeisten Fällen eine Absage oder gar keine Reaktion erhalten. Da darf man einfach nicht aufgeben und muss immer neue Ideen entwickeln, das wird irgendwann belohnt.
Einfach sind solche Interviews übrigens nicht: Der Terminkalender dieser Leute ist meistens sehr voll, und da bleibt nur wenig Zeit für ein Interview. Im Fall von Bodo Wartke hieß das, dass ich nur wenige Sekunden mehr Zeit mit ihm verbringen konnte, als nachher gesendet wurde. Also rein in die Garderobe, kurz “Hallo” sagen und dann sofort in das Gespräch einsteigen. Ich hatte ihn davor auch noch nie persönlich gesehen. Und neben Dir stehen nach ein paar Minuten schon die nächsten Menschen, die dringend mit ihm sprechen müssen – in diesem Fall eine Künstlerin, die den Ablauf des Abends mit ihm besprechen wollte, für den sich in 15 Minuten der Vorhang heben sollte. Da rechne ich ihm hoch an, dass er sich soviel Zeit für mich genommen hat!
War Volkis Stimme schonmal von Content-Klau betroffen? Wie hat oder würde Volker Klärchen reagieren?
Das ist mir zum Glück noch nie passiert. Ich stelle allerdings auch nur niedrige Anforderungen: Ich habe den Podcast unter einer CC-Lizenz freigegeben. Jeder darf ihn also weiterverwenden, solange er mich als Quelle dazu angibt. Und bisher war es immer so, dass die Leute mich angerufen oder angeschrieben haben, bevor sie das gemacht haben. So weiß ich aktuell wenigstens, wo “Volkis Stimme” überall zu hören ist. Der erste war übrigens Floh Maier mit seiner Sendung “Lichtspielhaus“, die jeden Mittwoch auf “Radio Fips” zu hören ist. Ausserdem laufe ich noch bei Radio ROM in Luxemburg und in dem nicht-öffentlichen Webradio von Intertape. Weitere Interessenten sind jederzeit willkommen!
Können Leser von Maclites oder Deine Hörer Gastbeiträge einsenden? Welche Übermittlungswege und Formate bevorzugst Du und hast Du Tipps für eine brauchbare Ton-Qualität?
Liebend gerne sogar! Ich nehme sehr gerne Ideen von Hörern ins Programm auf und hatte dazu zeitweise sogar eine eigene Rubrik: “Die Meldung der Woche”. Die habe ich allerdings eingestellt, weil keine Einsendungen mehr kamen. Aber weiterhin kann sich jeder bei mir melden, der eine lustige Nachricht hat, der gerne mal den Wetterbericht sprechen möchte oder einfach nur auf ein eigenes Thema hinweisen möchte. In Ausgabe 67 hatte ich z.B. ein Interview mit Cornelius Grätz, der den Welttag des Schneemanns erfunden hat. Der konnte dann über meinen Podcast Werbung für seine Aktion machen.
Am einfachsten ist es natürlich, wenn man mir über volki@volkis-stimme.de eine Audiodatei schickt. Eine sagenhaft gute Tonqualität bekommt man derzeit übrigens mit dem iPhone hin. Dort gibt es eine App, mit der man Sprachnotizen aufnehmen kann – und die klingen wirklich sehr gut. Es ist aber z.B. auch möglich, dass wir uns per Skype unterhalten und ich dieses Gespräch aufzeichne. Wer gar nicht vors Mikro mag kann mir seine Meldung auch als Text schicken – irgendeine Lösung findet sich immer. Und ich würde mich sehr freuen, wieder mehr Ideen von meinen Hörern in die Sendung zu bringen!
Was empfiehlst Du Leuten die podcasten möchten? Bitte sag jetzt nicht Computer, USB-Headset und Aufnahme-Software. Ich würde gerne etwas hören für diejenigen die mit etwas fortgeschrittener Technik podcasten möchten. Einige haben bestimmt schon experimentiert und wollen vielleicht einen erneuten Versuch unter besseren aber noch immer bezahlbaren Vorraussetzungen starten.
Natürlich muss ich vorweg doch sagen, dass die Tonqualität eigentlich zweitrangig ist. Solange die Qualität erträglich ist, kann man über guten Inhalt sehr viel ausbügeln. Wer aber eine Verbesserung erreichen möchte, dem empfehle ich drei DInge:
- Ein gutes Mikrofon, und die gibt es schon für 60 Euro. Ob Großmembran oder Kondensator, das hängt von der eigenen Stimme und dem gewünschten Ergebnis ab. Ich bin mit meiner Wahl sehr zufrieden.
- Für Sprachaufnahmen sollte immer einen Poppschutz verwendet werden. Das ist ein Ring, in dem ein sehr feines Gewebe aufgespannt ist. Dieser wird vor das Mikro gehängt und verhindert, dass die sogenannten Plosivlaute wie P, T und K zu einem dumpfen Knallen in der Aufnahme führen. Der Unterschied ist für diese winzige Investition wirklich dramatisch.
- Gibt es eine echte Wundersoftware, wenn man für gleichbleibende Lautstärke sorgen möchte, Gerade, wenn man mehr als eine Person spricht, schwanken die Lautstärkepegel ja doch schon mal. In dem Fall öffnet man die Audiodatei einfach mit dem Programm “Levelator”, das auf wundersame Weise alle Pegel angleicht. Das Ergebnis ist hervorragend, und die Software gibt es kostenlos!
Warst Du schonmal auf einem der berühmten Podcaster-Treffen wie Podcamp oder der Verleihung vom Podcast Award. Was hälst Du von diesen Konferenzen, kleineren Treffen und den Podcast Awards?
Leider habe ich noch an keinem solchen Treffen teilgenommen. Würde ich aber gerne mal, denn wenn man dieselben Stimmen immer wieder hört ist es schon interessant, auch mal den Menschen dahinter kennenzulernen. Persönlich getroffen habe ich bisher nur die Mädels von der “Berliner Warteschleife” – und die sind in echt genauso symptahisch wie in ihrem Podcast.
Was ist und wie kommt man in die Ruhmeshalle von Volkis Stimme?
Die Ruhmeshalle gehörte zu der Rubrik “Meldung der Woche”, die ich oben beschrieben habe. Jeder Hörer, der es mit seiner Idee in die Sendung geschafft hat, wurde und wird auch zukünftig dort verewigt. Ich finde, wer sich die Mühe macht sich etwas auszudenken und einzuschicken, sollte auch irgendwie belohnt werden. Zu jedem Namen ist dort auch der jeweilige Ausschnitt der Sendung hinterlegt, in dem die Meldung zu hören ist. Vielleicht auch eine gute Inspirationshilfe für neue Teilnehmer?
Hast Du noch etwas auf dem Herzen Volker, wonach ich aber nicht gefragt habe?
Spontan fällt mir da nichts ein, Du hast ja wirklich über sehr viele Gebiete schon gefragt. Vielleicht wäre das hier die richtige Stelle, mal ein ganz dickes Danke an alle Podcast-Kollegen zu schicken. Ohne euch und eure Arbeit müsste ich wieder Radio hören – und das wäre doch schrecklich, oder? DANKE!
Vielen Dank an Volker Klärchen vom Podcast “Volkis Stimme”, dem satirischen Wochenrückblick!
Tillmann Scheele führte durch das Maclites Magazin Interview. Schau regelmäßig nach neuen Interviewgästen von Maclites und verfolge das Maclites Magazin über:
Aktualisiert am 19/11/2011
Tags: Interviews, Podcast